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Kiosk - Geschäft Kötschachtal

Irene Rupitsch, Elisabeth und Marlene Kofler

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Verkaufskiosk Rupitsch im Kötschachtal

Irene Rupitsch (*1911–1993) führte bereits während des Krieges einen Verkaufskiosk hier in der Nähe des schon damals gut besuchten Hoteldorfs Grüner Baum im Kötschachtal. Um 1948 übernahm sie auch einen Kiosk am Mozartplatz von Frau Maria Oberhuber. Mehr dazu beim Standort Mozartplatz 12.


Kofler übernimmt

In den 1950er-Jahren übernahm Rupitschs Nichte Elisabeth Kofler die beiden Kioske. Irene Rupitsch war eine Tante von Elisabeth Kofler mütterlicherseits.

Elisabeth Kofler, geb. Pescke (*1917–2010), kam aus Wien und heiratete Johann Kofler (*1926–2010).

Sie wohnten zunächst in seinem Elternhaus im „Gschlief“, Kötschachtaler Straße 33, wo sich die Tischlerei seines Vaters Peter Kofler (*1883–1951) befand. Dort lebten und arbeiteten mehrere Generationen der Familie Kofler. Siehe Standort Kötschachtaler Straße 33.


Elisabeths Mann, Johann Kofler (*1926–2010), war beruflich als Vermesser bei der Firma Fleischmann tätig. In den 1950er-Jahren baute er auf einem Grundstück direkt hinter den Kiosken ein Wohnhaus für sich und seine Familie. Elisabeth und Johann Kofler bekamen drei Kinder: Dagmar, Marlene und Johann.

In den Geschäften wurden Waren aller Art angeboten. Im rechten Kiosk gab es hauptsächlich Süßigkeiten, Obst und Gemüse sowie Jausen für Ausflugsgäste. Im linken Kiosk wurden unter anderem Spirituosen, Pelzwaren und Felle verkauft.

Auch am Mozartplatz 11 befand sich nur ein einfacher Holzkiosk. Der Kiosk dort war zunächst ein reiner Obstkiosk. Mit dem zunehmenden Wintertourismus erweiterte Elisabeth Kofler ihr Sortiment um Felle, Pelzmützen und Spirituosen. Besonders der 80-prozentige Stroh-Rum war bei den Gästen ein Verkaufsschlager.

Viele Bad Gasteiner erinnern sich noch daran, dass später vor allem die Tochter Marlene Kofler im Kiosk stand. Sie war ebenso fleißig wie ihre Mutter. Bereits ab 1965, nach ihrer Lehre zur Kauffrau im Geschäft ihrer Mutter, arbeitete sie – außer sonntags – täglich im Verkauf. Auch ihre um neun Jahre ältere Schwester Dagmar half vor allem in den 1960er-Jahren regelmäßig im Geschäft mit.


Marlene erzählt:

„Wir haben über die Theke verkauft. Direkt geliefert haben wir nur, wenn ein Gast wollte, dass wir die Waren ins Hotel bringen. Innen waren Regale, es gab ein Schaufenster. Ich konnte auch dazwischen sitzen und musste nicht immer stehen. Vor dem Geschäft hatten wir Ständer, auf die wir die Obstkisten stellten. Mit Frau Kaserbacher im benachbarten Tabakgeschäft bin ich gut ausgekommen.“

Das Geschäft am Mozartplatz führte Marlene bis 1978. Danach wurde der Kiosk geschlossen und an den Grundstückseigentümer verkauft. Marlene hörte jedoch nicht auf zu arbeiten. Bereits seit 1968 kümmerte sie sich zusätzlich um das Geschäft im Kötschachtal, das sie später von ihrer Mutter übernahm. [1]


Gemauertes Geschäftslokal

Mitte der 1960er-Jahre hatte die Familie Kofler beschlossen, anstelle der beiden Holzkioske hier im Kötschachtal ein solides, gemauertes Geschäftslokal zu errichten. Danach wurde das Sortiment der beiden Kioske in einem Geschäft zusammengelegt.

Elisabeth Kofler arbeitete bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1968 täglich, außer sonntags, im Geschäft. Denn samstags ab 13 Uhr und sonntags war es damals verboten, das Geschäft offenzuhalten.

In den 1980er-Jahren kamen immer weniger Gäste in das Geschäft im Kötschachtal. 1987 wurde schließlich auch dieses Geschäft endgültig geschlossen.


Marlene Höhenwarter-Kofler, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Pensionsalter war, begann anschließend als Gouvernante im benachbarten Hotel Grüner Baum zu arbeiten. [1]


Johann Kofler

Marlenes Bruder Johann Kofler wurde, genau wie sein Vater, Vermesser bei der Firma Fleischmann. Mehr dazu beim Standort Höllbrunnweg (noch nicht online). Ein von Marlerne Ihre Söhne Markus KOfler ist Vermesser und ein anderen von Ihre viel Söhne ist Hoteldirektor im Hotel Salzburger Hosf seit 2025

Seit seiner Pensionierung stellt Hans Kofler in den sozialen Medien Filme über das Geschehen im Gasteinertal zur Verfügung. Auch bei diesem Projekt hat er mit vielen Fotos mitgeholfen.  [2]


Hier ist seine YouTube Kanal mit Aktuelles aus Gasteinertal


Konsum hat an Anrainer Lebensmittel geliefert.

Kofler hatte ja nicht ein Sortiment am Alltägliche Lebensmittel obwohl Kleinigkeiten hier gekauft werden konnte. Mir wurde erzählt, dass damals der Geschäftsleiter von GEWA, später Konsum, regelmäßig mit einem Kleinbus kam, um bestellte Lebensmittel zu liefern. Das war meistens bei größeren Einkäufen und Warenbestellungen der Fall. Sonst fuhren die Bewohner mit dem Bus in die Siedlung hinaus. Auf der Kaiser-Wilhelm-Promenade 3 gab es zwar das Lebensmittelgeschäft Spar Eder, (noch nicht online ) aber dorthin gelangte man nur zu Fuß.  [3]


Fussnoten/Quellen:

[1] Persönliches Gespräch mit Marlene Höhenwarter Kofler 2021 - 2023

[2] Persönliche Kontakt zu Familie Kofler

[3] Persönliches Gespräch mit Hanno Mosies und Hans Gold Aug-Sept 2026, aufgewachsene in Kötschachtal

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