
Zubau - SPÖ-Klublokal und Privates Krampusmuseum
Der Text zum Haupthaus hat einen eigenen Abschnitt
SPÖ-Klublokal
„Hier war einmal eine Wohnung", erzählt Andreas Kandler von der SPÖ Bad Gastein. "Anschließend, ab dem Jahr 1979 und etwa vierzig Jahre lang, diente es als Versammlungslokal, unser SPÖ-Parteiheim und Klublokal.
Privates Krampusmuseum
Rudolf "Rudi" Mitterhofer
In einem Zubau in der Böcksteiner Bundesstraße 11 hat Rudolf Mitterhofer ein privates Krampusmuseum geschaffen. Dort präsentiert er Brauchtum, Volkskultur und Kunsthandwerk auf einigen Quadratmetern. Die Ausstellung ist zudem eine ideale Ergänzung zu seinem Buch "Der Mitterhofer-Krampuskopf", das 2019 auf den Markt kam. Vor Ort sind Exponate zu sehen, die Rudolf Mitterhofer selbst von 1965 bis heute geschnitzt hat. Es handelt sich um ein Privatmuseum, das nur zu besonderen Anlässen und nach Vereinbarung geöffnet ist. Der Autor und Künstler Rudolf Mitterhofer interessierte sich schon als kleiner Junge für den Gasteiner Krampusbrauch und hat diesen Brauch tief verinnerlicht. Als Jugendlicher nahm er selbstverständlich, wie viele junge Gasteiner, zum ersten Mal selbst an dem Brauch teil. Für Leser, die nicht aus dem Gasteinertal stammen, ist anzumerken, dass der Krampusbrauch im Gasteinertal in seiner unverfälschtesten Form gepflegt wird. Der Import von Horrormasken wurde bislang verhindert, ebenso wie touristische Vermarktungsideen.
Die Gasteiner Krampusmasken haben eine jahrhundertelange Tradition und werden heute genauso hergestellt wie vor Hunderten von Jahren. Die Hörner stammen von Ziegenböcken oder Widdern, und die Bekleidung besteht aus einem Schaffellmantel. An einem breiten Ledergürtel werden zwei oder mehrere Glockenrollen befestigt. Die "Kramperl" haben einen Rossschwanz, eine Rute oder eine Kette dabei. Eine Gasteiner Krampusgruppe besteht aus dem Nikolaus, dem Körbelträger, dem Engel sowie mindestens drei bis maximal elf Krampussen. Es gibt keine organisierten Show-Krampusläufe; stattdessen gehen rund 100 Gruppen im Tal traditionell von Haus zu Haus. Mehr über diesen Brauch, der am 5. und 6. Dezember stattfindet, erfahren Sie im Internet.
Das private Glück von Rudi Mitterhofer nahm durch seine Teilnahme als Krampus eine erfreuliche Wendung. Rudolf erzählt in einem Zeitungsartikel in den Salzburger Nachrichten geschrieben 2019 von Journalistin Christine Schweinöster, dass er als junger Mann als Vorteufel mitgemacht hat und sich in den Engel seiner Gruppe verliebte. Aus Verliebtheit wurde Liebe, und Roswitha – der Engel – ist bis heute seine Frau. Rudi Mitterhofer hat nicht nur die Frau seines Lebens getroffen, sondern auch eine Lebensaufgabe gefunden. Über 65 Masken hat er im Laufe der Jahre – seit 1965 – geschnitzt und damit mehrere Krampusgruppen ausgestattet.
Ein Krampuskopf kann bis zu 15 kg schwer sein. Er wird ausgepolstert und mit einem leichten Drahthelm hinter der Maske fixiert. Im Laufe der Jahre gab und gibt es einige weitere bekannte Schnitzer der Gasteiner Krampusköpfe, darunter Sepp Lang, Hias Rieser, Sepp Viehauser, Max Kössler, Hans Knoll, Robert Röck, Peter Bukovics, Siegi Sendlhofer, Clemens Hübsch und Heinz Wallner. Rudolf Mitterhofer betreibt seine Schnitzwerkstatt seit 1998 direkt beim Gasteiner Wasserfall, in der Nähe des Straubinger-Platzes, im ehemaligen Lokal des Fotografen Wolfsbauer.
Hier in der Böcksteiner Bundesstraße 11 wird nicht geschnitzt, sondern nur aufbewahrt und ausgestellt. Neben dem Schnitzen fand Rudi auch Zeit, ein Buch mit dem Titel „Der Mitterhofer-Krampuskopf“ zu verfassen. Im Herbst 2019 präsentierte ich mein Buch erstmals im „Heimatwerk Salzburg“ und zeigte meine ge-samten Werke in einer mehrwöchigen Ausstellung. In den Jahren 2021 und 2022 hatte ich die große Ehre, mein Buch und einige meiner Masken im „Red Bull Hangar 7“ in Salzburg zeigen zu dürfen. Wer Interesse hat, kann sich mit Rudolf Mitterhofer in Verbindung setzen oder das Buch im Gasteiner Museum bestellen. Mitterhofer versichert: „Gerne signiere ich die gekauften Bücher persönlich.“ Er betont, dass jede von ihm handgefertigte Maske ein Unikat ist. Nicht zuletzt, deshalb wurde die Filmbranche auf ihn aufmerksam. „Alle im Sky-TV-Krimi „Der Pass“ gezeigten Krampusmasken stammen von mir“, erzählt er bei unseren Treffen und fährt fort: „2015 habe ich exklusiv für SERVUS TV-Bergwelten einen originalen Bad Gasteiner Krampuskopf geschnitzt."
Fußnoten/Quellen: [1] Kurzer Schriftverkehr mit Andreas Kandler März 2021
[1] Texte, Fotos und Videos finden Sie unter https://www.krampusvideos.com/der-brauch.html
[1] Namen von Schnitzer von der Liste auf https://www.gasteinertal.com/krampuskopf/ aufgerufen 15. Mai 2023
[1] Persönliches Treffen und Schriftverkehr in Mai 2023 - Homepage aufgerufen Okt. 2022 http://www.rumi.at/about.html



