
Fischerwirt und Bad Gastein als Filmdrehort
Restaurant Fischerwirt & Fischzucht Leimböck
Das Haus „Fischerwirt“ gebaut 1923 hier auf der jetzigen Karl-Heinrich-Waggerl-Straße 32 war das erste Wohnhaus der Familie Leimböck. Felix (*1865 †1948) bekam neun Kinder.
Die Grundlage des Geschäfts der Familie Leimböck war die Fischerei. Zur Zeit des Baus der Eisenbahnstrecke, der Tauernbahn, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ließ sich Felix Leimböck (*1865 †1948) in Bad Gastein nieder. Er stammte aus Wagrain und war Fischer und Jäger. Bereits damals waren Fisch und Wild auf dem Speiseplan der Gasteiner Einwohner beliebte Spezialitäten, was dazu führte, dass das Geschäft gut florierte. Felix Leimböck besaß zahlreiche Fischereirechte im ganzen Land.
Mit Hilfe ihrer Nachkommen berichten wir über drei von ihnen - Maria,(hier) Kaspar - Textabschnitt Poserstraße 10 und Friedrich - Textabschnitt Schareckstraße 17.
Familienzweig Maria Leimböck
Die Tochter Maria hat das elterliche Wohnhaus hier auf der Karl Heinrich Waggerlstrasse 32 übernommen. Sie war mit einem Herrn Hofer verheiratet. Sie eröffnete und betrieb ein Restaurant im Haus unter der Name Fischerwirt. Ihre Tochter Herta, verheiratete Wucherer, führte es weiter. Ab den 1990er Jahren wurde das Gasthaus verpachtet.
Pächter waren unter anderen Hannes Wagner und Frank Resch, Familie Herbert Payreder, Durda und Dusko Cvetkovic und zum Schluss 2018 - 2023 Aldis Murnieks. Sie haben auch dieses Video erstellt
Nach dem Tod von Herta Wucherer verkauften die Kinder, das Haus „Fischerwirt“ und die Geschichte der Familie Leimböck in dem Haus endete.[1]
Eine Geschichte aus dem Wirtshaus Fischerwirt.
Hermann Altenhuber (*1928) erzählte mir, dass er im Film „Wilde Wasser“ mitgewirkt hatte. Gedreht wurde der Film 1962 in Bad Gastein mit vielen damals berühmten Schauspielern. Die Gendarmen hatten im Fischerwirt einen Stammtisch, da der Gendarmerieposten auf der gegenüberliegenden Seite im Haus Cäcilia untergebracht war. Oben im Haus Fischerwirt wurden Zimmer vermietet. Hermann Altenhuber erzählt, wie ein Stammgast im Fischerwirt ihm ein bis zwei Jahre danach auf ihn zukam. Die Dame sagte: „Herr Inspektor, jetzt muss ich Ihnen etwas erzählen. Als der Film „Wilde Wasser“ neulich zu sehen war und die Szene kam, in der Sie den Herrn verhaften müssen, sagte meine fünfjährige Tochter: ‚Den Polizisten kenne ich!‘ - ‚Wie kannst du einen Polizisten kennen?‘, fragte die Mutter. Worauf die Tochter antwortete: ‚Er sitzt immer im Fischerwirt.“[2]
Bad Gastein als Drehort
Gastein ist bekannt für kraftvolle Schauplätze, imposante Bergkulissen und historische Belle-Epoque-Bauten. Genau aus diesen Gründen Bad Gastein Filmproduktionen bekannt - für Krimis, Komödien oder Dokumentarfilme.
Auf www.gastein.com stehen welche filme hier schon gedreht würde und beim Tourismusverband können Sie ein Rundgang buchen (2024), wo Sie mit Guide Elisabeth Kröll zu mehreren Drehorten hingehen und sie wissenswertes erzählt.
Folgende Filme wurden in Gastein gedreht:[3]
Der Geier - Die Tote mit dem falschen Leben (2024)
School of Champions (2022/23)
Das Netz - Prometheus (2022)
Die Toten von Salzburg (2019)
Der Pass (2019)
Unter anderen Umständen (2018)
Das Dorf des Schweigens (2016)
Diva der Alpen (2015)
Lügen auf Kubanisch (2013)
Männer lügen nicht (2010)
Nordwand (2008)
Season of the Witch (2008)
Nachsaison (1988)
The Second Victory (DE: Die Narbe) (1987)
Via Mala (1985)
Wilde Wasser (1962)
Fussnoten/Quellen:
[1] Erzählungen über Familie Leimböck mit Anneliese Leimböck und Frau Werbnigg Geb. Leimböck sowie beobachtungen vor Ort und Gast seit 1990 im Restaurant Fischerwirt.
[2] Persönliche Erzählung im März 2024 von Hermann Altenhuber (*1928) ehemalige Gendarm
[3] https://www.gastein.com/filmkulisse-gastein/ aufgerufen Juni 2024 und https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Geier_%E2%80%93_Die_Tote_mit_dem_falschen_Leben