
Schachengut - Landwirtschaft und Forstwirtschaft
Schachengut
Die Familie Gschwandtner, bestehend aus Franz und Andrea, erzählt die Geschichte des Anwesens hier oben:
"Der Bauernhof Schachengut gehörte früher zum Gruber Haus, einer Pension mit Fremdenzimmern, die sich damals auf dem Kirchplatz neben der katholischen Kirche in Bad Gastein befand, der heute als Bismarckstraße 4 bekannt ist. Das Gruber Haus wurde später Teil des Hotels Mirabell. Große Teile des damaligen Hotels Mirabell und somit auch des Gruber Hauses wurden 2018 abgerissen und sind nicht mehr vorhanden. In früheren Zeiten, besonders in den 1950er und 1960er Jahren, war es üblich, dass Hotels und Pensionen eine eigene Landwirtschaft betrieben, um die Küche des Hotels zu versorgen. Die Familie Gruber bewirtschaftete ihre Landwirtschaft hier oben auf dem Schachengut. Als kleine Anekdote können wir erwähnen, dass Kaiserin Elisabeth aus Österreich sehr oft hier oben bei ihren Wanderungen in der Landwirtschaftsküche eingekehrt ist. Sie hat meistens ein Glas Milch getrunken. Obwohl niemand wissen durfte oder zeigen durfte, dass sie wusste, wer der Gast war, wussten die Anwesenden hier oben bereits Bescheid. Dennoch sprach sie wie jede Adelige mit „Gnädige Frau“, anstatt mit "Ihre Hoheit"."
Theo Gschwandtner (*1926 †2005) und seine Frau Maria, geborene Eder (*1922 †1988), stammten beide aus Eschenau bei Taxenbach und kamen 1948 nach Gastein, um hier als Angestellte zu arbeiten. Der Besitzer des Gruber Hauses und des Schachenguts, Herr Fritz Gruber, schloss 1958 einen langfristigen Pachtvertrag mit Familie Theo und Maria Gschwandtner ab, die zu diesem Zeitpunkt schon sechs Kinder hatten. Im Laufe der Jahre kaufte Theo einen Wald von der Familie Schweiger, deren Kinder heute in München leben. Aufgrund von Erbschaftsverhandlungen wurde das Schachengut zum Verkauf angeboten. 1972 kaufte Theo das Schachengut und Fritz Gruber beendete laut Register seine Firma 1974.
Auf einem Foto von 1975, erkennt man, dass vorne beim Gut noch ein Stall stand. 1976 baute Theo einen neuen Stall hinter dem Haus, und als dieser fertig war, ließ er den alten Stall vorne abreißen. Dann errichtete er ganz knapp neben dem alten Wohnhaus ein weiteres neues Wohnhaus. Als alles im Jahr 1982 fertig war, zog Theo mit seiner Frau Maria und ihren acht Kindern in das neue Haus ein. Die Familie Gschwandtner erzählt:
"1982 zog die ganze Familie Gschwandtner also in das neue Haus ein. 1983, als alles rundum fertig gebaut war, zog ein Sturm auf. Ein Tornado kam von Feuersang herunter und deckte das gesamte Dach des Zwischengebäudes und einen Teil des Stalls ab. Der Wirbelsturm nahm die neuen Dachteile mit und ließ sie unterhalb des Guts, ungefähr dort, wo jetzt die Bäume beginnen, nieder. Zum Glück wurde niemand verletzt, aber der Sachschaden war enorm."
Maria Gschwandtner hatte ein lediges Kind mit in der Ehe, den Sohn Eder Josef (*1944 †2018), der jedoch nie in Bad Gastein lebte, sondern in der Nähe von München. Die weiteren Gschwandtner-Kinder sind wie folgt:
Tochter Resi (*1948), verheiratet Hettegger
Die Zwillinge Theo (*1953 †1999) und Bruno (*1953)
Tochter Maria (*1958), verheiratete Leiminger
Tochter Sophie (*1959), verheiratet Wallner - Malerei Wallner in Hofgastein
Sohn Erwin (*1962), Betreiber der Gschwandtner Holzbringung
Tochter Christl (*1968), verheiratet Thurner, Konditorin mit eigener Konditorei am Birkenring 4
Sohn Franz (*1966), der die Landwirtschaft des Schachenguts von seinem Vater Theo übernahm. Er ist mit Andrea, geborene Greil (*1969), verheiratet. Sie bewirtschaften den Hof mit Rindern und Schweinen und bieten Urlaub am Bauernhof Zimmer und Apartments an.
Sohn Theo (*1953 †1999) übernahm die Forstwirtschaft von ihrem Vater Theo Senior. Der jüngere Bruder Erwin (*1962) erlernte den Beruf des Automechanikers beim Autohaus Glawitsch. Nach Abschluss seiner Ausbildung stieg er in das Unternehmen ein, und die Forstwirtschaftsfirma wurde als „Gebrüder Gschwandtner“ geführt.
Als Theo im Jahr 1999 im Wald tödlich verunglückte, übernahm Erwin, der bereits im Unternehmen tätig war, die Forstwirtschaftsfirma allein. Erwins Söhne Markus und Erwin Jr. sind auch in der Firma tätig. Die Firma Gschwandtner Holzbringung hat heute (2024) ihren Standort in der Palfnerstraße 16.
Der Güterweg zum Schachen wurde in den Jahren 1992 bis 1998 ausgebaut und asphaltiert.
Oberhalb führt ein Forstweg weiter in Richtung Mittel- und Bergstation Graukogel. Dieser Weg ist für Autos nicht öffentlich zugänglich, kann jedoch als Wanderweg genutzt werden.
Die Name SchachengutAnton Lafenthaler hat folgenden Text zur Name Schachengut auf seiner Seite www.gastein-im-bild.info veröffentlicht:
Etwas oberhalb des ehemaligen Schreckguts liegt das Schachengut. Eigentümer waren einst Jakob und Christoff Keutzl, die im Jahr 1374 als Besitzer genannt sind und denen auch die Ausflugsstation "Windischgrätzhöhe" gehörte. Ein späterer Keutzl, führte 1491 zwei Verkäufe durch, wobei er das eigentliche Schachengut dem Hans Strochner übergab (Quelle: Fritz Gruber, 2012). In der Steuerliste "Hinterpadens" werden ein Christian und Steffan Schach erwähnt (Quelle: Zimburg).

