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Hotel Rader, Hotel Haas und Kiosk Prosser

Hotel Rader, Hotel Haas und Kiosk Prosser. Landhaus Kremser und Villa Petit Solitude und Karl Imhof

Andenkenladen Prosser

Hier zwischen dem Hotel Rader und dem Hotel Haas stand in den 1950er Jahren der „Andenkenladen Prosser“, geführt von Franz und Thekla Prosser. „Dort im Kiosk gab es in den Sommermonaten Jause und Schleckereien“, erinnert sich Helga Rebhan. Im Herold Adressbuch 1957 standen sie unter Obst – und Gemüsehändler. 

Franz und Thekla Prosser übersiedelten später für kurze Zeit neben das Zlöbl-Haus auf der Heilstollenstraße 13, gegenüber der Brücke nach Altböckstein, wo die Auffahrt Richtung Naßfeld war. Franz Prosser war bis 1957 aktiv. Die Tochter Helga heiratete Rudi Pföhs, und der Enkelsohn Walter Pföhs ist heute als Unternehmer mit verschiedenen Bars und Hotels im In- und Ausland aktiv. [1]


Hotel Haas

Als Nächstes kommt die Hotelanlage Hotel Haas. Das Restaurant-Hotel Haas mit Gastgarten hat, wie viele Hotels in Bad Gastein, eine lange Geschichte. War das Haus am Anfang nur ein einfaches Holzhaus, wurde es später zu einem Gast- und Kaffeehaus (Foto auf Gastein im Bild Seite) ausgebaut und anschließend zu einem großen imposanten Hotel umgebaut. Wir könnten vom Café-Hotel Haas z.B. erzählen, wie beliebt das Haus unter der Leitung von Herrn Franz Edlinger in den 1950er und 1960er Jahren war und wie Peter und Gunda Salzmann das Hotel danach erfolgreich weiterführten. Dann folgten die Besitzer Saller und Akyazi. Heute ist das Haus in slowakischer Hand. Gunda Salzmann erwähnte kurz, dass der Name Haas anscheinend von einem früheren Koch, Herrn Haas, stammte und weil er so berühmt war blieb die Name. 


In diesem Projekt nicht so sehr mit den vielen großen Hotels und ihren Dynastien beschäftigen, sondern unser Hauptaugenmerk auf die Geschäfte und Dienstleister legen, also alles außerhalb der berühmten Gastronomie und dem Gastgewerbe in Bad Gastein. Da einige Geschäfte jedoch in Hotelgebäuden untergebracht waren, werden wir einige größere Hotels und besondere Häuser und Persönlichkeiten doch erwähnen. [2] 


Wir drehen mit dem imaginären Taxi hier beim Friedhof am Parkplatz um und fahren zurück zum Hotel Rader. 


Kurhaus Böckstein - Hotel Rader

Das Hotel Rader war früher das Kurhaus Böckstein und wurde 1780 gebaut. Das Haus war zunächst der Amtssitz der damaligen Bergbauverwaltung und wurde etwa 1874 zum Kaltwasserkurhaus umgebaut. In den 1950er Jahren kam die Familie Peter Rader nach Böckstein, und ab 1957 wurde das Hotel unter dem Namen Hotel Rader geführt. Leider verstarb Peter Rader schon in den 1960er Jahren, und die minderjährige Tochter Helga Rader erbte das Unternehmen. Als Vormund trat Rechtsanwalt Dr. Ludwig Zaubzer auf. 


Gertrude "Gerti" (*1951†2011) und Eduard Kainz führten das Hotel Rader in den 1980er und 1990er Jahren. Sie hatten zuvor das Restaurant Silberkrug auf der Kötschachtalerstraße 14. Das Hotel Rader, mit einem großen Speisesaal mit einer Bar wurde oft für Familien – und Firmenfeiern genutzt, sowie bei festlichen Anlässen wie Hochzeiten, Firmungen, Faschingsbällen, Geburtstagen und durch die Nähe zur Kirche auch oft bei einem Leichenschmaus. 

Seit den 2010er Jahren ist das Hotel in holländischer Hand.[3] 


Die Pfarrkirche Maria, Mutter vom Guten Rat ist eine römisch-katholische Kirche. die in den Jahren 1764 bis 1766 auf Initiative von Fürsterzbischof Sigismund Graf von Schrattenbach als Seelsorgskirche für die Bergarbeiter nach Plänen von Wolfgang Hagenauer errichtet wurde. Am 26. Juli 1767, dem Festtag der hl. Mutter Anna, wurde das Gotteshaus durch den Fürsterzbischof feierlich zu Ehren Mariens geweiht.[4]


Jagdschloss Czernin auf der Siegmundsweg 2,

Rechts daneben befindet sich das Jagdschloss Czernin.  Das erste Jagdschloss wurde 1882 gebaut. Durch ein Feuer musste 1903 viel neu gebaut werden. Das Jagdschloss befindet sich in Privatbesitz der Familie Czernin und ist nicht öffentlich zugänglich. [5]


Landhaus Kremser auf der Kaiserin-Elisabeth-Promenade 9

Das Wohn- und Gästehaus wurde 1969 von Hans und Sieglinde Kremser erbaut. Hans Kremser war lange Zeit als Skilehrer in Amerika tätig, wie einige andere Gasteiner auch. Da er auch musikalisch begabt war, verwöhnte er viele Amerikaner mit Heimatmusik aus Österreich.[6]  


Haus Petite Solitude – Stammvater der Familie Windischbauer

Oberhalb auf dem Felsen liegt ein Haus, das ehemalige „Petite Solitude“. Es war lange Zeit in Verfall, bis es 2021/22 von den neuen Besitzern als Wohnhaus renoviert wurde. Interessant ist, dass Aloys/Alois Windischbauer (*1845†1917) - der Gründer der Hoteldynastie Windischbauer in Bad Gastein – hier wohnte. Nono Kaltenbrunner erzählt über seinen Urgroßvater, wie dieser aus dem oberösterreichischen Wels im Jahr 1867 nach Gastein kam, gerade einmal 21 Jahre alt und mit nur 60 Gulden in der Tasche. Er war jedoch ein sehr geschäftstüchtiger Mann, sodass er als Kaufmann und Geldwechsler ein enormes Vermögen und Ansehen aufbaute. Aloys Windischbauer legte den Grundstein für die vielen großen „Belle Époque“-Hotelbauten in Bad Gastein, wie den Elisabethpark, den Kaiserhof, den Gasteinerhof, das Savoy, das Regina, das Astoria und das Söntgen. Selbst lebte Alois bis zum Lebensende sehr bescheiden, erzählt Nono Kaltenbrunner weiter über seinen Urgroßvater. Alois Windischbauer ist sozusagen der Urvater der Windischbauer-Dynastie in Bad Gastein, denn er zeugte in zwei Ehen nicht weniger als neun Kinder. Leider verstarben beide Frauen, Elisabeth Irnberger (*1842†1880) aus Hofgastein und Maria Neureiter (*1862†1900) aus Heißing-Felding bei Bad Hofgastein, mit einem Kind im Wochenbett. Viele Familien in Bad Gastein stammen von ihm ab.[7]


Karl Imhof

Oberbergrat h.c. Dipl.-Ing. Dr. Karl Imhof (* 18731944) aus Böckstein war ausgebildeter Tunneltechniker und wurde als Nichtmontanist in seiner zweiten beruflichen Karriere erfolgreicher Bergbauingenieur im Gasteinertal. Auch als Automobilrennfahrer erzielte er Erfolge steht zu lesen auf Wikipedia. Schon während der Erbauung des Tauerntunnels von 1901 bis 1909 interessierte sich Karl Imhof für das altbekannte Goldfeld im Bereich des Sonnblickmassivs in den Hohe Tauern. Es ist anzunehmen, dass er für die Zeit nach dem Bau des Tauerntunnels ein neues Betätigungsfeld suchte. Die Gründung der "Zweiten Gewerkschaft Radhausberg" erfolgte über Initiative von Karl Imhof am 22. Mai 1907. Lesen Sie weiter im Internet .[8]

 

Fußnoten/Quellen:

[1] E-Mail in Feb. 2021 von Dr. August Hartlieb und kurzer Schriftverkehr mit Walter Pföhs März 2021. Überdies Erzählte Dagmar Maschinda in Feb 2021 davon, sie war im Anlauftal aufgewachsen, und auch Helga Rebhan erinnert sich an dem Kiosk. Dazu Eintrag im Zentralblatt 1957 Eintr. Handelsregister

[2] Diese Geschichte würde von Salzmann Gunda an Hermann erzählt 2023 / Impressum https://www.hotelhaas.at/impressum/

[3] Einträge in Compas Register auf www.zedhia.at, zudem Eintrag zur Vormundschaft, Zentralblatt 1959. Persönliche Besucher vor Ort in den 1990er Jahren, und Nachfrage beim Sohn Horst Kainz 2022. Daten vom Grabsetein. Als Immobilienmakler bekam ich 2013 – 2017 Info von Kollegen. Außerdem Infos von der Webseite des neuen Besitzers, aufgerufen Nov 2022 https://hotel-rader.com/

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Maria,_Mutter_vom_Guten_Rat_(B%C3%B6ckstein)

[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_B%C3%B6ckstein und https://www.sn.at/wiki/Jagdschloss_Czernin

[6] Persönlicher Kontakt mit Hans Kremser ab 1990, Baujahr steht auch auf das Haus, zudem bekamen wir eine CD aus der USA-Zeit.

[7] Persönliches Gespräch am 17. Mai 2023 mit Nonno Kaltenbrunner,

[8] https://www.sn.at/wiki/Karl_Imhof

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