
Bushaltestelle, Böckfeldalm und Gusseisenbrunnen im Park
Bushaltestelle und Böckfeldalm
Am Parkplatz beim Hotel beginnt der Wanderweg zur Böckfeldalm. Vor dem Hotel Rader war in den 1950er/1960er Jahren der Standplatz der Kutschen und Fuhrwerke für den Heilstollen. Hier stiegen die Gäste um und wurden vom Kutscher, später dem Busfahrer, zum Gasteiner Heilstollen gebracht. Die moderne Straße, die wir heute Richtung Heilstollen und Sportgastein kennen, wurde zuerst in den 1970er Jahren gebaut. Früher führte die alte Nassfeldstraße Richtung Asten Almen hinein, und ein Stück davor bog man links hoch, wo heute noch ein Weg zur Mautstation zu finden ist. Ein Fuhrunternehmer war Herr Pfeffer, der eine Taxi- und Buskonzession für die entgeltliche Beförderung von Personen hatte, erzählt seine Enkelin Christa. [1]
Eine kleine Erzählung zur Böckfeldalm:
Von dem Parkplatz beim Hotel geht der Wanderweg hoch zur Böckfeldalm. Es wurde mir erzählt, wie der junge Grabmaier, der Onkel von Sepp Grabmaier – bekannt vom Jazz-Sägewerk in Bad Hofgastein –, als Schulkind in den 1930er- bis 1940er-Jahren als Laufbursche arbeitete und frische Forellen auf die Böckfeldalm lieferte. Die Forellen holte er beim Fischer Leimböck, der auf der heutigen Schareckstraße 17 lebte.
Er benutzte ein „Baunzerl“, eine Art längliches Fass mit einer Öffnung oben, durch die er die Fische hinein- und herausnehmen konnte. Dieses Fass hängte er mit einem Band über seine Schulter. So transportierte er die lebendigen Forellen. Der junge Grabmaier lief so schnell er konnte von Leimböck bis zur Evianquelle, wo er das Wasser im Behälter gegen frisches Wasser austauschte. Dann ging es weiter nach Alt Böckstein und schließlich hoch zur Böckfeldalm, wo die Gäste frisch zubereitete Forellen serviert bekamen.[2]
Sehen Sie das Foto an, wie schön die Terrasse dort oben einmal war.
Hier ein Video über Böckfeldalm Juli 2021 - Erstellt von Johann Kofler
Bis Anfang der 2000er Jahre befand sich die öffentliche Bushaltestelle Altböckstein ebenfalls hier vor dem Hotel Rader. Später durften die Linienbusse wegen ihres Gewichts nicht mehr über die Brücke nach Altböckstein fahren. Seitdem halten alle Linienbusse an der jetzigen Bushaltestelle außerhalb von Altböckstein.
Gusseisenbrunnen im Park und das Kurhaus Böckstein
Den Gusseisenbrunnen im Park vor dem Hotel erwarb Kaiser Franz Josef I 1878 bei der Pariser Weltausstellung. Er ließ ihn 1880 vor dem Kurhaus Böckstein aufstellen. Das Kurhaus befand sich in Habsburgischem Besitz und das Anwesen wurde 1914 vom Kaiser an die Gemeinde Bad Gastein übergeben. [3].
Denkmalgeschützte Häuser und Peter Sika
Alle Häuser, die wir hier in Altböckstein sehen, sind restaurierte denkmalgeschützte Häuser. Dass alles so erhalten blieb, verdanken wir Hofrat Peter Sika (*1918 †1992). Er wurde in den 1970er Jahren auf die Gefahr eines Abbruchs der Montansiedlung aufmerksam. Ein Arbeitskreis wurde gegründet und 1977 folgte eine Aktion zur Rettung der Häuser. [4]
Mehr dazu können Sie im Internet nachlesen. Goldbergbau
Es gibt auch ein Peter Sika Wanderweg in Nassfeld Sportgastein
Fußnoten/Quellen:
[1] Christa Glawitsch geb. Pfeffer ist die Enkelin von Herrn Pfeffer. Sie hat das Foto zur Verfügung gestellt.
[2]Erzählung über der Laufbursche von Elfi Oberbichler
[3] https://www.sn.at/wiki/Gusseisenbrunnen_in_B%C3%B6ckstein
[4] http://www.knappenmusik-gastein.at/boeckstein.html aufgerufen 09. Juni 2021 sowie Homepage Montanmuseum und https://montanmuseum-boeckstein.at/ und https://mfzr.org/Goldbergbau/index-Dateien/Page449.htm


