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Zlöbl - Brücke / Brücke zur Alt Böckstein

Zlöbl - Brücke / Brücke zur Alt Böckstein

Die Brücke und Heilstollenstraße 

Wir fahren jetzt mit unserem imaginären Taxi über die Brücke und verlassen Altböckstein. 

Genau hier, wo der Karl-Imhof-Ring auf die Heilstollenstraße trifft, erinnern wir uns daran, dass die Straße Richtung Nassfeld früher etwas anders verlief als es jetzt der Fall ist. Die Brücke hier von Altböckstein zur Heilstollenstraße wird im Volksmund „Zlöbl-Brücke“ genannt, da das alte Zlöbl-Haus genau hier in der Kehre, gegenüber dem Brunnen, stand. - Mehr zum Bauernhof auf Heilstollenstrasse 13. [1]


Links von der Brücke steht ein Brunnen mit einem Wassertrog mit frischem Quellwasser, und in der Nähe befindet sich die Bushaltestelle Böckstein Ort. Rechts von uns beginnt die Straße hoch zum Nassfelder Talboden. Das Naßfeld unterteilt sich in das touristisch erschlossene "Sportgastein" im nördlichen Bereich und das bei Wanderern beliebte, größtenteils naturnah belassene hintere, südlichere Nassfeld. 


Verkaufskiosk Prosser

Hier unten an der Kreuzung stand bis 1957 der Verkaufskiosk von Franz Prosser. Er und seine Frau Thekla hatten in den 1950er Jahren zuerst einen Kiosk zwischen Hotel Haas und Rader. Wenn Fotos dazu gibt bzw von Herr und Frau Prosser bitte zusenden. [2] 


Schmiede Gewerkschaft Radhausberg 

Der in Altböckstein aufgewachsene Adi Weber erzählt, dass hier unterhalb des Straßenverlaufs - Richtung Bach - die Schmiede der Gewerkschaft Radhausberg stand. Anton Lafenthaler hat folgende Text auf seine Homepage www.gastein-im-bild.info "Nach der Betriebseinstellung 1944 blieben die gesamten Wohn- und Betriebseinrichtungen welches schon mit der Gründung der Zweiten Gewerkschaft Radhausberg 1911 in Böckstein befindlichen Anlagen, wie ein Elektrizitätswerk, eine Säge, ein Wohngebäude, mehrere Kanzleien, ein Laboratorium, einige Magazine, Stallungen und Schuppen übernommen, neben den Besitzung am Radhausberg und im Nassfeld. In weiterer Folge in Böckstein ein Kanzleigebäude, zwei Wohnhäuser, ein Magazin, ein Sägewerk, ein Elektrizitätswerk und sonstige Betriebsgebäude hinzu ins Besitz der Gewerkschaft Radhausberg." 


Amerikanische Soldaten - Displaced Persons 

Zudem wurden dort in der Nähe von der Schmiede, nach dem Krieg Holzbaracken errichtet, in denen unter anderem amerikanische Soldaten untergebracht waren. Am Ende des Zweiten Weltkriegs, und somit dem Ende der Herrschaft der Nationalsozialisten, erlebte Österreich zunächst eine militärische Besetzung. Österreich war in vier Besatzungszonen unterteilt, und im Gasteinertal waren amerikanische Truppen stationiert. Die Besatzung Österreichs durch die vier Alliierten - Sowjetunion, Großbritannien, USA und Frankreich - endete erst nach 10 Jahren im Jahr 1955 durch den Abschluss des Staatsvertrags. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren viele Menschen in Österreich arm. Es fehlte ihnen in den ersten Jahren an allem: an Essen, an Kleidung, an Wohnraum, an Baumaterial, an Baumaschinen und vielem anderen. Tausende freigelassene Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene sowie aus ihrer Heimat vertriebene Volksdeutsche kamen teilweise nach Gastein. Viele von ihnen lebten in Baracken, Not- und Behelfsquartieren. Viele Hotels wurden auch als Kriegslazarette und Auffangquartiere genutzt. Diese so genannten „Displaced Persons“ waren vorübergehend hier, bevor sie weiterreisen konnten. Es waren auch militärische Personal und Soldaten hier. Hotels dienten als Büros und Quartiere. 

Hier in Böckstein waren zum Teil amerikanische Soldaten in einfacheren Holzhäusern untergebracht. Sie können mehr über die Nachkriegszeit in Österreich im Internet erfahren. [3]


Gasteiner Alpenstraße

Als das neue Wintersportgebiet Sportgastein zwischen 1970 und 1972 errichtet wurde, entstand auch die Gasteiner Alpenstraße Richtung Nassfeld. Die alte Straße verlief etwas weiter hinten, wenn man sie von der Brücke aus betrachtete, und wurde während des Baus auf die jetzige Strecke verlegt. Die Vermessungsarbeiten für die Gasteiner Alpenstraße wurden vom Geometer Fleischmann durchgeführt. 

Mehr zu Firma Fleischmann lesen Sie bei der Adresse: Wasserfallstraße 2 Haus Gravenegg in Bad Gastein. [4]


Fußnoten/Quellen:

[1] Erzählungen von Einheimischen 

[2] https://www.sn.at/wiki/Nassfeld Erzählungen im Feb 2021 von Helga Rebhan über den Verkaufskiosk Prosser. Schriftverkehr mit Dr. August Hartlieb, Bestätigung von Walter Phöss, Eintrag in Zentralblatt 1970 Eintr. Handelsregister Österreich

[3] https://www.sn.at/wiki/Nachkriegszeit, aufgerufen am 08. Mai 2023 Erzählt über die Soldaten haben Adi Weber udn Franz Spannberger sowie https://gastein-im-bild.info/doku/dpimhof.html dazu https://hdgoe.at/displaced-persons Aufgerufen 15. Juli 2022 sowie https://www.sn.at/wiki/Geschichte_des_Gasteinertales.

[4] Daten aus der Zentralblatt 1970 Eintr. Handelsregister Österreich.  Erzählungen von Herrn Fleischmann und Einheimischen. https://www.gasteiner-heilstollen.com/de/

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