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Hauptschulstraße 4

Tischlerei Rud, Schistall Katch, Jolly Schustadl, Videothek

Tischlerei Rud 

Die Familie Heinz Rud (*1935 †2020) baute  ein neues Eigenheim, das 1966 bezugsfertig war, und zwar in der jetzigen Hauptschulstraße 4, oberhalb der Tischlereiwerkstatt. Heinz zog mit seiner Frau Inge (*1943), den Kindern und seiner Mutter Mathilde (*1895 †1967) ein. Die vorgeschichte von Familie Rud finden Sie unter die Adresse Böcksteiner Bundesstraße 6 und Familie Bacher. 


Heinz sein Bruder Walter Rud war in den 1970er Jahren Geschäftsführer der Fertighäuser „Wigohäuser“. (Mehr zum Walter Rud finden Sie auf der Adresse hauptschulstraße 2) 

Heinz Rud und seine Mitarbeiter in der Tischlerei trugen zur Fertigstellung bei. Zwischen 1951 und 1963 stellte Walter Rud den Tischlermeister Walter Amberger (*1925 †2017) ein, der sein Bruder Heinz Rud ausbildete. 

1963 übernahm Heinz Rud nach bestandener Meisterprüfung den Betrieb bis 1982. 

Heinz Rud jun. (*1962) hatte eine HTL-Ausbildung absolviert und übernahm mit nur 20 Jahren von 1982 bis 1985 die Tischlerei. 

Heinz Senior eröffnete ein Jahr zuvor, 1981, zusammen mit seiner Frau Inge „die Bauernstube“ am Mozartplatz. (Sihe Bilder und Textabschnitt Mozartplatz) Am Mozartplatz verkauften sie wunderschöne, handgemachte Bauernmöbel sowie Gegenstände aus Holz, handgemachtes Gewürzdekor und Wiener Email. Zahlreiche Hotellegenden wie Frau Krenn vom Hotel Mozart, Frau Wührer vom Sporthotel Adler, Frau Thomalla von Haus Nefer, Ehefrau des legendären Schauspielers Georg Thomalla, Antiquitätenhändler Herr Lang, Frau Mimi vom Schuhgeschäft auf der Promenade und Herr Rödhammer vom Hotel Straubinger kauften und plauderten gerne über Gott und die Welt in der gemütlichen Stube, erzählt die Tochter über die Zeit ihrer Eltern im Geschäft am Mozartplatz. 

Das Geschäft "Bauernstub" mit Familie Rud  trug auch zur Ortsverschönerung bei, erzählt Elke weiter. Heinz Rud stellte ausgehöhlte Baumstämme, mit Blumen geschmückt, entlang der Straße am Mozartplatz auf. Am jährlichen Christkindlmarkt im Merangarten boten sie einige Jahre Gestecke und handgemachte Sträuße, Glaskugeln sowie Weihnachtsdekor an. 


Schistall 

Als Heinz Rud jun. (*1962) im Jahr 1982 die Tischlerei übernahm, eröffnete sein Onkel Georg „Schorsch“ Katsch (*1944) seinen „Schistall“ in einem Teil des Hauses, wo er zwischen 1982 und 1988 eine Schiwerkstatt betrieb, in der Einheimische und Gäste ihren Schi herrichten lassen konnten. 


Jolly Schustadl 

Um diese Zeit in den 1980er Jahren kam auch das Geschäft Jolly Schuhstadl hinzu. Dort verkaufte Hildegard Kurzmann, geb. Grechenig (*1948 †1991), fabrikneue Jolly Schuhe. Das Schuhgeschäft hatte ein Verkaufslokal und einen Lagerraum. Geöffnet war an Werktagen von 9 bis 18 Uhr, allerdings mit Mittagspause, sowie samstags von 9 bis 12 Uhr. Hildegard Kurzmann, geb. Grechenig, war die Schwester von Heinz Juniors Mutter, Frau Inge Rud, geb. Grechenig. 


Videothek Ende der 1980er Jahre hat sich dort Hannes Wagner´s „Videothek“ eingemietet, die sein Angestellter Harald „Harry“ Brandner nach 1,5 Jahren übernahm. Otto Faltis, langjähriger Filmvorführer im Kino Bad Gastein, gegenüber der Meran-Kolonnade, arbeitete auch hier. Die Videothek war bis Anfang der 1990er Jahren offen. 


Nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Wohnblöcke in der Hauptschulstraße 3 – 10 gebaut wurden, hieß die Straße „Neue Heimat“, und als die Straßennamen in den 1980er Jahren vergeben wurden, bekamen sie die Adresse Hauptschulstraße.

Fußnoten:


Fußnoten/Quellen:

[1] Schriftverkehr mit Elke Rud im März 2021 und Nov 2023. Familie Rud hat auch die Fotos zur Verfügung gestellt.


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