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Karl Heinrich Waggerlstraße 31

Comini Villa, Baumeister Wohnhaus, Voglhuber Franz Elektroinstallationen, Vereinshaus, Archiv

Villa Comini Villa CominiAngelo Comini (*1939†1916) kam 1879 nach Bad Gastein und gründete sein eigenes Bauunternehmen, mit dem er unter anderem einige der berühmtesten Häuser errichtete. Dieses Haus hier war Cominis Privatvilla. Es befindet sich seit 1926 in Gemeindebesitz und war lange mit der Adresse „Gemeindesiedlung 1“ bekannt. Dr. Laurenz Krisch, gebürtiger Bad Gasteiner, hat mehrere historische Schriften und Bücher verfasst. Eines davon befasst sich mit dem Leben und Werken von Angelo Comini in Bad Gastein. In seinem historischen Büchlein über Angelo Comini erzählt Dr. Krisch, wie Angelo Comini 1886 das Haus von Peter Lederer erwarb, damals bekannt unter dem Namen „Bliem-Häusl“. Comini baute es in den folgenden zwei Jahren nach seinen Vorstellungen komplett um. Fast sämtliche Bauten Bad Gasteins in der Zeit zwischen 1891 und 1912 wurden von der Firma Comini durchgeführt. Angelo Cominis Baufirma beschäftigte überwiegend italienische Bauarbeiter. Mit Beginn der Bauarbeiten an der Tauernbahnstrecke im Jahr 1901 setzte ein gewaltiger Bauboom in Bad Gastein und Böckstein ein, der besonders nach 1905 seine Fortsetzung fand, als die Tauernbahnstrecke, bis Bad Gastein fertiggestellt war bzw. nach 1909, als der Tauerntunnel im Anlauftal eröffnet wurde, womit die Nord-Süd-Verbindung hergestellt war. Die Firma errichtete über 100 Häuser in Bad Gastein und in Böckstein. Teils baute sie komplett neue Häuser, teils führte sie diverse Adaptierungsarbeiten durch. Comini war aber nicht nur Baumeister, sondern wurde von der Gemeinde Bad Gastein auch als Bausachverständiger bei Großbauvorhaben herangezogen. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 kam die Bautätigkeit zum Erliegen. Von den 300 bis 400 meist italienischen Saisonarbeitern, die jährlich bei Comini beschäftigt waren, verließen die meisten Anfang August 1914 Bad Gastein. Als im Juni 1915 Italien in den Krieg gegen Österreich eintrat, ging die ein große Teil der Comini-Ära in Bad Gastein zu Ende. Anzumerken ist, dass die Firma Comini & Co um dieser Zeit nach dem Krieg zunehmend Konkurrenz durch die beiden Bauunternehmen Hugo Dick und Rumpel in Bad Gastein bekam.

Das Büchlein über Angelo Comini mit Bildern und interessante Text erfasst von Dr. Laurenz Krisch können Sie vor Ort im Gasteiner Museum kaufen.[1]


Die Gemeinde Bad Gastein hat die Räumlichkeiten und Wohnungen in der Villa Comini vermietet.


Elektrische Installationen Voglhuber

Unter der Adresse Geimeindesiedlung 1/1 = Comini Villa betrieb laut Herold Telefonbuch von 1957 Voglhuber Franz eine Firma für Elektrische Installationen.

 

Neueröffnung 2013

Das Haus stand jahrelang leer und verfiel allmählich bis die Gemeinde Bad Gastein beschloss das Denkmal Geschütze Haus zu total sanieren mit Fertigstellung 2013.

Heute sind hier im Versammlungslokal für div. Verein und Gruppen, dazu ein Verwalter-Wohnung im Obergeschoss und ein Archiv.

 

Historische Archiv Um das Jahr 2017/18 begann Elisabeth Pohl, die historischen Gemeindearchive ehrenamtlich zu betreuen. Neben ihrer engagierten, ehrenamtlichen Tätigkeit als Obfrau des Bad Hofgasteiner Kulturvereins Ladislaus betreut sie die beiden Gemeindearchive in Bad Hofgastein und Bad Gastein. Während in Bad Hofgastein, das vom Heimatforscher Sebastian Hinterseer einst begonnene Archiv regelmäßig betreut wurde, steht in den neuen Archivräumlichkeiten der Comini-Villa in Bad Gastein für Elisabeth Pohl viel Arbeit mit dem Aufbau eines übersichtlichen Archivs, der Aufarbeitung, Archivierung und vor allem der relativ professionellen Konservierung der jahrhundertealten Archivunterlagen bevor. Auch ein Großteil des Gasteiner Museumsarchivs soll hier untergebracht werden. „Wichtig ist mir die Zusammenarbeit mit unseren Museen im Gasteinertal erzählt sie in eine Zeitungsinterview in der Bezirkszeitung, erfasst von Konrad Rauscher. „Auch die vielen Dokumentationen der Gasteiner Chronisten Fritz Gruber, Zimburg, Krisch und Hinterseer sind wichtige Stützen für unseren Archivaufbau. Aufwändig ist am Anfang vor allem die Erstellung von sogenannten „Findbüchern“, um die einzelnen Dokumente dann auch im System finden zu können. Natürlich wird vieles zusätzlich auch digitalisiert. Vielleicht schaffen wir einmal so etwas wie ein „Gastein WIKI“ schließt sie das Interview ab.[2]


Fußnoten:

[1] Laurenz Krisch https://www.zobodat.at/pdf/MGSL_137_0241-0278.pdf

[2] https://www.meinbezirk.at/pongau/c-lokales/intensive-ehrenamtliche-archivarbeit-in-gastein_a3741354 Text von Nov. 2019 verfasst von Konrad Rauscher. Gelesen 18. Mai 2021

Festschrift zu der Eröffnung nach der Sanierung. Persönliches Besuch vor Ort sowie persönliche Beobachtung durch die Jahren.

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