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Karl Heinrich Waggerlstrasse 29 + 47

Hotel Bismarck, Kurhaus Tauernhof Gemeindeamt und Betreutes Wohnen

Karl Heinrich Waggerlstraße 29

Villa Frieda/ Hotel Bismack/ Kurhaus Tauernhof

Das Kurhaus Tauernhof hieß vor und während des Krieges Hotel Bismarck. Davor trug es den Namen Villa Frieda. Laut Informationen auf der Website "Gastein-im-Bild" wurde die Villa Frieda 1889 erbaut und 1896/97 zum Hotel Bismack umgebaut. Auf der Seite von Anton Lafenthaler können Sie alte Fotos sehen, darunter auch das alte Seniorenheim, das sich hinter dem Tauernhof befand.


" Anm.: Der Übergang beim Kurheim Tauernhof nannte sich früher Schreckbrücke (Quelle: Zimburg). Eine flache und nicht rutschgefährdete Brücke befand sich im Bereich des Kurheim Tauernhof, die als Schröggbruggen bezeichnet wurde" (Quelle: Fritz Gruber). Das Kurhaus Tauernhof war eine Krankenversicherungsanstalt für Bundesangestellte. Das Gebäude wurde um das Jahr 2006/2007 abgerissen, und an seiner Stelle wurden das neue Gemeindeamt sowie betreutes Wohnen mit 28 Wohnungen errichtet, die 2008 fertiggestellt wurden.


Während der zweiten Weltkrieg dienten viele Gebäuden als Lazarette. Dr. Laurnez Krisch schreibt in seinem Buch "Bad Gastein während der NS-Herrschaft" auf Seite 40-42: Zu den ersten Häusern, die die Wehrmacht für Lazarettzwecke belegte, zählte das Haus Austria. Daneben bestanden bereits seit Anfang 1940 einige Objekte der Heereskurverwaltung für die deutsche Wehrmacht, deren Gäste nicht der örtlichen Meldepflicht unterlagen und somit von der Kur­ taxe befreit waren. Es waren dies die Häuser: Bismarck (heute Tauernhof), Cäcilia und das Badeschloss, in dem auch der leitende Arzt aller Gasteiner Lazarette Dr. Ludwig Menger aus Berlin tätig war. Mit Fortdauer des Krieges wurde das Straßenbild zunehmend von verwundeten Soldaten beherrscht, Mit Fortdauer des Krieges wurden immer mehr Häuser von der Wehrmacht, dem NSV und der Waffen-SS belegt, so dass ab 1944 fast alle größeren Häuser von Bad Gastein für La­zarettzwecke beschlagnahmt waren. Außer den Hotels Mo­zart, Kaiserhof, Astoria und Haus Hirt waren keine größeren Häuser mehr für zivile Gäste vorhanden. Die kleineren Häuser dienten vorwiegend der Unterbringung des Sanitätspersonals. Fast täglich kamen nun insbesondere von der italienischen Front die Verwundeten­ Transporte nach Gastein, so dass in allen Hotels Operationssäle eingerichtet werden mussten."[1] 


Gemeindeamt / Betreutes Wohnen

Seit 2008 befindet sich hier das Gemeindeamt. Zuvor war die Gemeindeverwaltung im Haus Austria auf der Kaiser-Franz-Josef-Straße untergebracht. Die Gemeindepolitiker beschlossen einstimmig, nach dem bevorstehenden Auszug aus dem Haus Austria spätestens Anfang 2009, ein neues Gemeindeamt zu errichten. Im Vordergrund der Überlegungen standen: leichte Erreichbarkeit, ausreichende Parkmöglichkeiten und der Wechsel von Miete zu Eigentum. Nach Prüfung mehrerer Varianten fiel die Wahl auf den Tauernhof, der sich im Besitz der GSWB befand. Im jetzigen Gebäude befinden sich auf ca. 1000 m² Amtsräume sowie im ersten Stock ein Veranstaltungslokal mit Foyer.


Karl-Heinrich-Waggerl-Straße 47

Seniorenheim Das jetzige Seniorenheim wurde neu gebaut und 2006 eröffnet. Das moderne Haus bietet Platz für ca. 60 Bewohner, sowohl für Langzeit- als auch für Kurzzeitpflege bei Bedarf.

Das ehemalige Seniorenheim ist auf einem alten Foto auf "Gastein-im-Bild" zu sehen. Es lag etwas oberhalb des Tauernhofs und existiert nicht mehr.

In den 1990er Jahren bot Dr. Martina Knapp, als Kinderärztin, Mutterberatung sowie Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen und Beratung für junge Mütter nach der Geburt im Seniorenheim und im Haus Austria an. Dr. Knapp hatte auch die Hebamme "Ank Pollet" (der Name könnte ev. anders buchstabiert werden) für Stillberatung in ihrem Team.



Quellen/Fußnoten:

[1] Laurenz Krisch Bad Gastein während der NS-Herrschaft Seite 40-42

[2] http://2008.oevp-sbg.at/uploads/media/Bad_Gastein_News_27._Ausgabe.pdf

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