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Poserplatz - Tennisclub Blau Weiss

Tennisclub Blau Weiss Bad Gastein

Tennisclub Blau Weiss Bad Gastein

Hier auf der Poserstraße 3 und Schwarzenberganlage/ Mozartplatz

1950 gilt als Gründungsjahr des Vereins Tennisclub Blau Weiss Bad Gastein. Zweck des Vereins ist die Pflege, Hebung und Förderung des Tennissports. Zum 50-jährigen Jubiläum im Jahr 2000 hat der Tennisclub eine Jubiläumsschrift gedruckt, welche ich durchstöbern durfte und hier einige Eckdaten zusammenfasse.


Die erste Tennisanlage befand sich unterhalb des Mozartplatzes auf der sogenannten Schwarzenberganlage. 1950 unterzeichneten sie auch einen Mietvertrag mit Fritz Oberhuber, damit sie im untersten Teil seines Hauses am Mozartplatz 8 Räumlichkeiten für Umkleiden und Lager erhielten.[1] Nach dem Krieg war Franz Wagenleiter Bürgermeister und die Tennisanlagen wurden von der Gemeinde bzw. der Kurverwaltung Bad Gastein betrieben, da die Kurgäste gerne diesen Sport ausübten. Eigentlich wollte die Gemeinde 1947 die die Kurgäste gerne diesen Sport ausübten. Eigentlich wollte die Gemeinde 1947 die Tennisanlage abreißen, um eine Parkanlage zu errichten. Einige Hoteliers, unter anderem Sepp Wührer, gelang es, den Abriss zu verhindern und stattdessen eine Renovierung zu erreichen. So wurde die sanierte Tennisanlage 1949 fertiggestellt und 1950 erhielt der Tennisclub Blau Weiss Bad Gastein seinen Gründungsbescheid.


In der Festschrift finden wir die Namen der Gründungsmitglieder: Otmar Ambros, Sepp Wührer, Paul Wührer, Dr. Hans Wührer, Alfred Stanko, Dr. Alois Ringl, Dr. Max John, Dr. Norbert Thaler und Dr. Hubert Salcher. Im Bestandsvertrag, es gab zwar schon einen von 1946, wurde also 1950 zwischen der Grundbesitzerin Paula Lampl und der Gemeinde Bad Gastein bzw. dem Kurfonds erweitert. Im Vertrag stand, dass die Vergrößerung des Tennisplatzes auf der Schwarzenberganlage gestattet wurde, was dann im Laufe der Zeit geschah.


Das Clubhaus am Mozartplatz gab es nicht von Anfang an, sondern die Club-Räumlichkeiten mit Umkleideräumen und Duschen waren im unteren Teil des Hauses Oberhuber (heutiger Mozartplatz 8) untergebracht, welches sich in unmittelbarer Nähe der Tennisplätze befand. Hier gab es auch ein Gaststüberl, die „Tennisstüberl“, welches Fritz Oberhuber (*1929 †2009) betrieb. Im Laufe der Jahre wurde die Tennisanlage vergrößert. Trotz der geringen Spielmöglichkeiten auf der Schwarzenberganlage wurde Gerda Mayrl, verheiratete Naprudnik, Jugendlandesmeisterin und Landesmeisterin im Damendoppel und spielte von 1957 bis 1959 in der Staatsliga. Gerda war eine von vielen weiteren erfolgreichen Bad Gasteinern. Da die Tennisplätze in erster Linie für die Gäste vorgesehen waren, strebte der Tennisclub die Errichtung und Übernahme einer Tennisanlage am Poserplatz an, um mehr Trainingsmöglichkeiten zu haben. Dieser Wunsch wurde im Zuge der Ski- und Weltmeisterschaften 1958 in Bad Gastein verwirklicht, da am Poserplatz eine Tennisanlage errichtet wurde. In der Vereinbarung von 1958 zwischen dem Tennisclub und der Kurverwaltung sollte im Winter zudem ein Eislaufplatz vorhanden sein, dessen Betreuung vom Tennisclub übernommen wurde. Daher wurde für den Sommer und Winter ein Platzwart für den Poserplatz gesucht, der auch die Funktion eines Eislauflehrers erfüllen sollte. Am Poserplatz wurde Karl „Charly“ Allneider als Platzwart eingestellt und 1997 von Walter Lachmaier abgelöst.


Somit gab es obere Tennisplätze am Poserplatz und untere Tennisplätze am Mozartplatz/ Schwarzenberganlage.

Unten am Mozartplatz/Schwarzenberganlage wurde 1966 ein Clubhaus gebaut und 1967 eingeweiht. 1971 kam Thom Wheeler als Tennistrainer dazu. Er war nicht nur ein guter Tennislehrer, er spielte auch in der Bad Gasteiner Eishockey-Mannschaft. 1972 wurde auch Petre Mletzko Trainer. Hans „Pavlo“ Pavlowitz, der schon 1953 am Mozartplatz als Trainer und Platzwart angefangen hatte, blieb bis 1976. Wegen seines Alters war er zum Schluss jedoch nur noch Platzwart und kein aktiver Trainer. Eigentlich wollte er gar nicht aufhören, aber wegen einer Thrombose und Beinamputation musste er mit 85 Jahren seine Tätigkeit im Tennisklub beenden. 1976 folgte Anton Pfund als Platzwart. Nach ihm folgte am Mozartplatz Herr Rehbichler und 1986 übernahm Norbert Pirnbacher das Kindertraining und die Aufgabe als Platzwart am Mozartplatz. Diese Aufgabe übernahm 1994 Luigi Kravanja für eine kurze Zeit. Er war auch für das Buffet im Clubhaus am Mozartplatz 8 zur Verabreichung von kleinen Speisen und Getränken an die Clubmitglieder verantwortlich. 1995 kamen Paul und Anni Lederer als Buffetbetreiber. Paul Lederer war auch Platzwart und half Pauli beim Kindertraining mit.


1972/73 plante der Tennisclub eigentlich die Anlage am Mozartplatz zu erweitern, aber wegen des Einspruchs der Grundbesitzerin Paula Lampl scheiterte dieses Vorhaben, sodass sie beschlossen, stattdessen am Poserplatz eine Erweiterung von drei auf vier Plätze zu machen. 1973 wurden sogar Felsen gesprengt, um Platz zu schaffen, und 1974 erfolgten ein Zusatzbau und die Sanierung sowie Umzäunung am Poserplatz. Trainer um diese Zeit war Willi Schwarz, dazu gab es die Jugendtrainerin Eva Kremes, die das Kinder- und Jugendtraining forcierte.1978 wurde das Tennishotel Sonngastein in Badbruck gebaut mit Hallen- und Freiplätzen. Somit waren Hallentennisturniere und Training im Winter möglich. 1982 wurde Thomas Brucker Trainer. Robert Keiner war Clubtrainer und um das Jahr 2000 war auch Volker Gugganig als Trainer aktiv. Die Festschrift endet mit dem Jahr 2000, sodass die Zusammenfassung der Trainer hier endet.


Durch die Jahre waren viele Gasteiner als Sieger und erfolgreiche Teilnehmer bei diversen Turnieren und Clubmeisterschaften. Die Tennisplätze und das Tennisstüberl am Mozartplatz wurden im Jahr 20?? aufgelassen und alles konzentrierte sich ab dann auf den Poserplatz.[2] 


2014 berichtete Konrad Rauscher in einem Artikel in der Bezirkszeitung über den Obmannwechsel. "Nach 18-jähriger Obmanntätigkeit und über 30 Jahren als Vorstandsmitglied des Tennisclub Blau-Weiß Bad Gastein, legte Günther Weinknecht nun sein Amt zurück und wurde durch STV Geschäftsführer Erich Mild mit dem Goldenen Ehrenabzeichen des Salzburger Tennisverbandes ausgezeichnet. Im Zuge der Jahreshauptversammlung wurde einstimmig eine neue Führungsriege unter dem künftigen Obmann Volker Gugganig gewählt. Die bisherige Kassierin Margitta Reinhardt als Kassierin und Kassenprüfer Karl Gasser erhielten das silberne Ehrenabzeichen. „Unter Günther Weinknecht hat der Club in den vergangenen Jahrzehnten sehr erfolgreiche Saisonen erleben können. Ich bin mit ihm mitgewachsen, bringe genug Erfahrung mit, bedanke mich für das Vertrauen und freue mich auf diese Aufgabe“, gibt sich Volker Gugganig optimistisch. In den Jahren 2004 und 2005 spielte der TC Bad Gastein in der Staatsliga und verpflichtete neben einigen ehemaligen, österreichischen Daviscup Spielern auch derzeit noch aktive und international sehr erfolgreiche Spieler wie Philipp Petzschner oder Daniel Brands.Derzeit ist der TCB mit über 60 Kindern und mehr und mehr Mitgliedern am richtigen Weg, um ein attraktives Sportangebot für Jedermann anbieten zu können."[3]


Fußnoten/Quellen:

[1] Gespräch 30. Okt 2024 mit Irene Stockinger, Tochter von Fritz Oberhuber Betreff die Mieter im Haus

[2] Persönliche Beobachtung, Mir wurde die Festschrift 50 Jahr Jubiläum Tennisclub Blau Weiss Bad Gastein von Familie Weinknecht zu verfügung gestellt. Texte basiert auf dieser Schrift. sowie https://www.tc-badgastein.at/ und https://www.facebook.com/tcbadgastein.at

[3]Artikel von 09. April 2014 online.https://www.meinbezirk.at/lungau/c-sport/vorstandswechsel-im-tennisclub-blau-weiss-bad-gastein_a899265


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