
Leimböck – Czerne-Kurve & Zufahrt nach Badbruck über der Totengassl
Die Wegstrecke Bertahof - Mozartplatz
Die Wegstrecke gab es schon lange und ist auf alten Fotos zu sehen. Meine logische Schlussfolgerung nach Informationen, die ich erhalten habe, ist, dass die Straße in den 1980er-Jahren erweitert und damals an vielen Stellen verbreitert wurde. Dazu wurden viele neue Stützmauern errichtet und die Zufahrt zur Hinterschneeberg gebaut. Im Internet konnte ich keine Informationen zu entsprechenden Baubeschlüssen finden.
Was wir wissen, ist, dass z. B. das „Wegmacherhaus“ an der Kreuzung, wo sich heute die Zufahrt zur Hinterschneeberg befindet, etwas gegenüber der Böcksteiner Bundesstraße 24, laut Zeugen im Februar 1978 abgetragen wurde. Die Gebäude Jaga Alm und das „Deutsche Café und Gasthaus“ wurden ebenfalls laut Zeugen um das Jahr 1984 abgetragen.
Ich bin seit 1990 im Ort, und in den Jahren danach fanden keine gravierenden Ausbauten an der Straße statt, bevor 2009/2010 ein größerer Ausbau und eine Erweiterung dieses Abschnitts folgten.[1]
Leimböck – Czerne-Kurve
Wir fahren mit unserem imaginären Auto von der Kreuzung beim Bertahof in Richtung Bahnhof hinauf. Dann kommt die scharfe, markante Kurve. Diese wird sowohl Leimböck-Kurve als auch Czerne-Kurve genannt – benannt nach den jeweiligen Besitzern der Fischzucht auf der linken Straßenseite.
Die Gebäude mit dem Fischteich auf der linken Seite waren bis 1986 die Fischerteiche von Ernst Leimböck. Mehr über ihn und seinen beruflichen Werdegang finden Sie am Standort Poserstraße 10. Er betrieb einen Fisch- und Wildhandel.
Nach dem Tod von Ernst Leimböck im Jahr 1986 kaufte Herr Czerne aus Bad Hofgastein das Anwesen. Hier wird noch heute (2025) Fischzucht betrieben.[2]
Zufahrt nach Badbruck über der Totengassl
Wir fahren weiter vom Badesee/Bertahof hinauf auf der Gasteiner Bundesstraße in Richtung Mozartplatz. Bis zum Ausbau der Gasteiner Bundesstraße vom Bertahof bis zum Mozartplatz führte die Zufahrtsstraße von oben nach Badbruck hinunter über das sogenannte Totengassl. Von oben, links bei der ehemaligen Autowerkstatt Maggerle, ging es sehr steil hinunter nach Badbruck – über den Eggbauernweg bis zur Erlengrundstraße.
Dieser Wegabschnitt wurde in der Bergbauzeit im 16. Jahrhundert errichtet. Der Gewerke Strasser ließ diesen „Neuweg“ anlegen, um eine direkte Verbindung zu seiner Schmelzhütte in Badbruck zu schaffen.
In den 1980er-Jahren wurde die heutige Zufahrtsstraße im flacheren Teil vom Badesee über den Erlengrund in Richtung Badbruck gebaut, sodass die Lkw eine einfachere Zufahrt zur Gasteiner Mineralwasserfabrik hatten, die dort unten eine neue Abfüllfabrik errichtet hatte. Zuvor befand sich die Gasteiner Mineralwasser-Abfüllstelle in dem Gebäude, in dem das „Café Wien“ lag, im Untergeschoss, also im heutigen Oberbank-Haus in der Böcksteiner Bundesstraße 1.[3]
Fussnoten/Quellen [1] Allgemeine Information. Zeuge = Siegi Moser hat Fotos davon und als Nachbarn im Haus 22 hat er viele mitbekommen. Persönliche Gespräche in Dez 2025 sowie Fotos erhalten.
[2] Name der Kurve – allgemeine Erwähnung und Erzählung von Einheimischen, Information von Ernst Leimböck eingeholt
[3] Totengassl – Erzählungen zur Entstehung im 16. Jahrhundert, nach Prof. Dr. Fritz Gruber; publiziert auf der Webseite von Anton Lafenthaler https://gastein-im-bild.info/doku/dflurnam.html#anhg





