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Gasteiner Bundesstrasse 22 & 24

Ida Puchner Wohnhaus und Stall, Fam Peer, Familie Krapfenbauer, Lokal Istanbul, Wohnhaus Pichler, Haus Sammie

Haus Nr. 22 & 24

Früher standen hier zwei Häuser. In dem heute nicht mehr vorhandenen Gebäude Nr 22, das südlich des bestehenden Hauses lag, ist Siegfried Moser aufgewachsen. Er war lange Jahre beim Bauamt der Gemeinde Bad Gastein tätig, gründete den Gasteiner Kulturkreis und war maßgeblich am Aufbau des Gasteiner Museums beteiligt.


Siegi Moseer hat mir wie folgt berichtet:

Frau Ida Pucher, geb. Embacher, war eine Schwester meiner Gro0mutter. Ihre Kindheit verbracht sie im Bauerngut ihrer Eltern in Bucheben, Gemeinde Rauris. Ida lernte Köchin in Zell am See und heirate danach den Dorfgasteiner Stoffbauernsohn Josef Gruber. Die beiden kauften den Gasthof Deutsches Cafe in Bad Gastein., Ida holte ihre Eltern nach Gastein, als sie alt und krank waren, Mutter Maria und Vater Anton Embacher, der gräflicher Oberjäger war. da in Bucheben die ärztliche Betreuung schlecht war. Meine Großmutter Eleonore, verh. Moser, hatte 6 Kinder in einem kleinen Bauernsachl  in Bucheben und meine Mutter war der Liebling ihrer Großmutter, die das kleine Mädchen gerne bei sich wollte. Und so kam meine Mutter Theresia Moser mit 4 Jahren ins Deutsche Cafe nach Bad Gastein. 

Nachdem Tod 1926 von Josef Gruber musste Ida den Gasthof verkaufen. Sie lernte später Ignaz Pucher kennen und die beiden heirateten. Meine Mutter Theresia blieb in Gastein und so war Frau Pucher immer hier, wogegen meine richtige Großmutter ja in Bucheben war. Das Deutsche Cafe wurde im Herbst 1984 abgerissen für Ausbau der Bundesstraße.

Ignaz Pucher war Fiaker und nach dem 2. Weltkrieg kauften er und Ida einen Baugrund gleich unterhalb der Bundesstraße und erbauten ein kleines Haus (heute Gasteiner Bundesstr. 24). Daneben errichteten Sie Stallungen für die Pferde. Noch vor 1950 waren sie aufgrund der Wirtschaftslage gezwungen, das Wohnhaus zu verkaufen. Hr. Pucher hat auch die Fiakerei inzwischen aufgegeben. Sie war nicht mehr rentabel und die Konzession übernahm Josef Herzog, der Sie zur Taxikonzession änderte."


Haus Friedl Das Wohnhaus Gasteiner Bundesstr. 24 kaufte eine Familie Peer und später Familie Krapfenbauer aus Wien. Krapfenbauer ließen das Haus zur heutigen Größe erweitern und führten es viele Jahre als Pension (Haus Friedl). Der Hausname erinnert an den früheren Grundbesitzer den Eckbauer (Eggbauer) Friedrich Rehbichler. Ludwig und Eleonore Krapfenbauer haben das Haus kurz nach 1965 verkauft und die Pension hatte danach viele Besitzer.


Um 1990 erwarb es Margitta Wintersteller aus Salzburg, die den Böcksteiner Malermeister Heinz Moser kennenlernte und dann auch heiratete. Heinz Moser kaufte das Marienstein im Anlauftal und zog nachdem Niedergang seines Malerbetriebes nach Mallnitz.

Folgendes fand ich im Handelsregister: Im Jahr 1988 gründete Heinrich "Heinz" Moser an dieser Adresse die Firma IPE Handelsgesellschaft m.b.H. Wie viele Gasteiner in jener Zeit meldete er zahlreiche Gewerbe an – vom Antiquitätenhandel über Handel, Gold- und Silberschmiedearbeiten, Gebäudereinigung, Taxiunternehmen bis hin zum Zuckerbäckergewerbe. Heinz Moser (*1951) führte den Betrieb nur bis 1989 weiter und übersiedelte laut Register anschließend nach Mallnitz. [1] Das erzählte mir auch Siegi Moser. Dazu berichtete er dass Heinz Moser die Ausflugslokal Marienstein im Anlauftal kaufte und nachdem Niedergang seines Malerbetriebes nach Mallnitz zog.

Das Haus Friedl erwarb um das Jahr 1989 Josef "Sepp" Pichler.


Lokal Istalbul & Wohnhaus Pichler

Zwischen 1989 und 1992 betrieb Nazmiye Yalcin-Löffler, genannt „Yasmine“ († 2023), im Erdgeschoss im Haus das Lokal Istanbul. Yasmine zog nach Wels wo einige aus Ihre Familie schon wohnten. [2]


Josef "Sepp" Pichler richtete Wohnungen im Haus ein mit überwiegend dauerhafte Mieter wie Saisonangestellten statt Touristen und er hat selbst im Erdgeschoss (in das ehemalige Lokal eine schöne Wohnung eingerichtet wo einige Jahren wohnte.

  

Haus Sammi

Seit etwa 2018 trägt das Gebäude den Namen Haus Sammi. Die heutigen Eigentümer stammen aus den Niederlanden. Das Haus wird von der Firma Sammie’s Hausbetreuung verwaltet, die auch kurzzeitig 2023-2024 das Lokal Café Cody’s in der Kaiser-Franz-Josef-Straße betrieb.

Im Jahr 2025 stand das Haus zu verkauf - ob neue Besitzer gekommen sind weiss ich noch nicht. [4]


Haus Nr 22  (Gebäude nicht mehr vorhanden) jetzt Parkfläche

Siegi Moser erzählt weiter: Pucher baute die Stallung zum Wohnhaus um (später Gasteiner Bundesstr. 22) und hier bin ich, geboren 1951, aufgewachsen. Ignaz Pucher starb 1959 und Ida Pucher 1971. Dann ging das Haus in den Besitz meiner Mutter Theresia Moser über.  Nachdem wir 2006 das Haus am Mozartplatz kauften verkauften wir unser altes Haus an Josef Pichler, der es 2008 abreißen ließ.  Als das Haus Nr 22 abgetragen wurde machte er ein grosse Parkfläche. [3]


„Wegmacherhaus“.

Ein weiteres Objekt befand sich neben der Gasteiner Bundesstraße im heutigen Kreuzungsbereich Auffahrt Schneebergweg, und war das „Wegmacherhaus“. Es gehörte der Republik Österreich und wurde im Februar 1978 abgebrochen.


Fußnoten / Quellen:

[1] Persönliches Gespräch mit Siegi Moser, Erzählungen von Einheimischen, Zentralblatt 1988, Eintrag im Österreichischen Handelsregister.

[2] Erzählungen von Taxifahrer fas dort ein Lokal Istanbul war. Kontakt zu Yasmin ihre Schwester Persönliche Nurten Gökbel üdie ber die aktiven Jahre ihrer Schwester erzählteSterbejahr laut öffentlichem Facebook-Eintrag 2023.

[3] Eigene Beobachtung (2016) im Rahmen einer Tätigkeit als Immobilienmaklerin; Grundbuchauszug.

[4] Persönliche Beobachtung und Online-Quelle: https://stayo.site/haussammie. aufgerufen 2024


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