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Grillparzerstrasse/ Eingang Stiegenhaus

AMS , Wirtschaftsamt und die Kiosken Trachten, Andenken Mesinger, Schneider Kainz und Delikatessen Auer Wetti

AMS und Wirtschaftsamt

Auf alten Fotos ist der Eingang gut zu erkennen. Schon in der Zwischenkriegszeit und bis in die 1980er-Jahre befand sich hier das Arbeitsmarktservice (AMS).

Zwischen dem Geschäft Foto Gastuna und dem Schuhhaus Stachl lag der Eingang; im Obergeschoss war später das Atelier von Foto Gastuna untergebracht, wo unter anderem Passfotos aufgenommen wurden.

Beim AMS arbeiteten Frau Krawanja, Frau Mühl und Herr Zuchi. Wer arbeitslos war, musste damals zweimal pro Woche persönlich erscheinen, um seinen Stempel abzuholen – daher sagt man noch heute „stempeln gehen“. Wurde der Stempeltermin versäumt, verlor man das Arbeitslosengeld. „Als wir arbeitslos waren, mussten wir zweimal pro Woche im Amt erscheinen, um unsere Stempel abzuholen. Deshalb wird ja noch immer ‚stempeln gehen‘ gesagt“, erzählte mir Dagmar Maschinda. [1]


Wirtschaftsamt – Lebensmittelkarten & Bezugscheine

Früher war hier außerdem das Wirtschaftsamt untergebracht. In schlechten Zeiten während und nach dem Krieg holte die Bevölkerung dort sogenannte „Klaubscheine“: Belege, die berechtigten, loses Holz und Zapfen im Wald zu sammeln. Während und kurz nach dem Krieg war nahezu alles streng reguliert; sogar die Bezugsmenge an Fleisch oder anderen Lebensmitteln wurde hier per Schein festgelegt. Während und nach dem Krieg, als es ganz schlechte Zeiten gab, holte die Bevölkerung beim Wirtschaftsamt unter anderem „Klaubscheine“, Rationierungsscheine oder Lebensmittelkarten, die den Zugang zu begrenzten Ressourcen wie Lebensmitteln, Kleidung oder Treibstoff regelten. Diese wurden häufig als Bezugsscheine oder Rationsmarken bezeichnet. In Österreich und Deutschland waren sie bekannt als:

  • Lebensmittelkarten oder Bezugsmarken

  • Die Marken waren oft in Kategorien wie Brot, Fleisch, Zucker, Fett usw. unterteilt

  • Es gab zusätzliche Kleiderkarten, um Kleidung und Schuhe zu rationieren

Diese Systeme wurden eingeführt, um sicherzustellen, dass die knappen Güter nach dem Krieg gleichmäßig verteilt wurden und Schwarzmarktgeschäfte einzudämmen.

„Der Klaubschein war ein Beleg, mit welchem wir berechtigt waren, im Wald loses Holz und Zapfen zu klauben (= zu sammeln). damit wie Einheizen konnten“ [2]


Kioske "Wo die Gehweg nach untergeht und die Seiterweg Richtung Mode Lindenthaler gab es auch einmal ein kleines Holzgeschäft mit Trachtengewand (Foto). Wer genau der Betreiber war kann Dagmar Maschinda sich nicht errinern jedoch dass dann die drei kleiner Geschäfte war, wo jetzt die Tankstelle ist. Blumen Andenke Meisinge, Scheider Kainz und Delikatessen Wetti Auer" Mehr info zur Einzelgeschäft . Geschäfte Grillparzerstr. (List)


Fußnoten/Quellen: [1] Schriftliche Mitteilung in Feb. 2021 von Magret Mitterhofer Erzählungen von Dagmar Maschinda Jänner 2021. Ihr Vater war persönliche Freund mi Herr Zuchi, denn Beide kamen de aus der gleiche Gegend in Niederösterreich. Dagmar konnten sich erinnern dass ihr Vater und Herr Zuchi sich noch dort trafen auch 1980er Jahren Erzählung von Dagmar Maschinda im Jänner 2021

[2] Allgemeine Wissen wie es nach dem Krieg war mit der Bezugscheine: Erzählungen von ältere Einheimischen sowie von meine Schwiegermutter Inge Schneeberger

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