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Baumeister Hugo Dick

Baumeister Hugo Dick, Villa Orania und Dick Kolonnade - "Drei Zwergelgasse"

Villa Orania - Bahnhofplatz 1 Es gibt bei der Angaben zum Baujahr und Idee zum Haus etwas unterschiedliche Angaben. Tatsache ist dass alles Ende des 1900 Jahrhundert stattfand.


Villa Orania – Bahnhofplatz 1

Zum Baujahr und zur Entstehungsgeschichte der Villa Orania gibt es unterschiedliche Angaben. Fest steht jedoch, dass die Errichtung des Hauses gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte.

Laut Aussagen des Enkels von Hugo Dick, sowie von Franz Josef Stachl – der die Familie Dick gut kannte und das Wohnhaus von Herrn Dick persönlich gekauft hatte – und auch laut Doris Röck, die ebenfalls im Haus wohnte, wurde die Villa Orania ursprünglich als Modellhaus auf der Weltausstellung 1897 in Brüssel präsentiert. Dort entstand die Idee, das Haus in Bad Gastein real umzusetzen.

Die heutige Besitzerin schreibt auf der Tafel am Haus, dass die Villa Orania bereits im Jahr 1887 – also zehn Jahre früher – als Ferienresidenz für die holländische Komponistin H. Zeger-Veeckens erbaut wurde. Faktisch wurde das Gebäude jedoch wohl erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtet.

Die einzigartige künstlerische Gestaltung in mitten der denkmalgeschützten Hotelpaläste von Bad Gastein macht die Villa Orania zu einer der Top-Urlaubsdestinationen für Könige und Königinnen, Nobelpreisträger sowie für die Elite aus Wirtschaft und Politik. Der bekannte italienische Baumeister Angelo Comini errichtete die Villa Orania nach den Plänen des Schweizer Architekten G. Mey aus Interlaken.[1]

Ob die in einer Variante genannte Gräfin identisch ist mit der holländischen Komponistin aus der anderen Version, lässt sich derzeit nicht eindeutig feststellen.


Zur Komponistin H. Zeger-Veeckens gibt es im Internet nur wenige Informationen. Auf Wikipedia finden sich Hinweise auf eine Bertha Zegers-Veeckens, eine niederländische Altistin, die von 1859 bis 1907 lebte.

Ob sie mit H. Zeger-Veeckens verwandt ist, bleibt ungeklärt. Möglicherweise handelt es sich bei H. Zeger-Veeckens um eine weniger bekannte Komponistin, über deren Leben und Werk nur wenige Aufzeichnungen existieren.

Weitere Recherchen in spezialisierten Archiven oder Musikbibliotheken könnten hier womöglich mehr Aufschluss geben.[1]

 

Baumeister Hugo Dick

Hugo Dick (*1880 †1958) kam um 1910 vom Riesengebirge nach Österreich und heiratete Marianne, geborene Laubichler – aus einer bekannten Familie in Bischofshofen. Das Paar übersiedelte nach Bad Gastein und wohnte zunächst in der Felsenburg in Richtung Anlauftal. 

Sein Enkel Helmut Pfützner berichtet: „Mein Großvater Hugo Dick übernahm in meinem Leben eher die Rolle eines tatsächlichen ‚Vaters‘, da mein leiblicher Vater nicht vor Ort war. In Böckstein gründete er ein Baumeisterunternehmen mit eigenem Steinbruch, Sägewerk und einem lokalen Autobusunternehmen, das er später an seinen Chauffeur Sepp Lackner verkaufte. Mein Großvater liebte die wilde Natur – ebenso wie Goethe und Richard Wagner. Er war am Bau des Tauerntunnels beteiligt, und ich durfte ihn sogar auf der Draisine begleiten. Auch bei Projekten im Nassfeldertal, in den Radonstollen und den Goldstollen war er tätig. Das war eine sehr eindrucksvolle Jugend. Letztlich verletzte er sich beim Schwimmen in Venedig am Fuß. 1958 starb er an Blutvergiftung und Asthma. Die Schmerzen linderte er, indem er sehr laut Wagner-Musik hörte – so habe ich das Ende seiner Zeit in trauriger Erinnerung.“


Mehr über das Autobusunternehmen Lackner finden Sie unter dem Standort Schareckstraße 12. Mehr über den Steinbruch in Böckstein unter dem Standort Blümlweg.


Villa Orania, Kanzlei Gebäude und Bauhof Dick

Ca. 1924 kaufte Baumeister Hugo Dick die Villa Orania in Bad Gastein, übersiedelte von der Felsenburg in Böckstein dorthin und errichtete daneben ein Kanzleigebäude – heute das Wohnhaus Stachl.

Das Kanzleihaus wurde also später von der Familie Stachl gekauft. Das heute genannte Stachl-Haus befindet sich hinter der Geschäftskolonnade und ist von der Grillparzerstraße aus kaum zu sehen; der Zugang erfolgt über den Werner-Berg-Weg.

Zusätzlich errichtete der Baumeister Dick 1924 hinter der Villa Orania einen Bauhof – zur Orientierung: sozusagen auf der Rückseite des heutigen Hotels Goethehof (Bahnhofplatz 2), ebenfalls um 1924 erbaut.

Dicks Tochter Lydia Bruckner, geb. Dick, führte jahrelang das Gästehaus Goethehof am Bahnhofplatz 2, welches anschließend ihre Tochter Edith Bruckner weiterführte. Im Haus Goethehof befindet sich das Restaurant Orania Stüberl, welches über viele Jahre verpachtet war. [2] 


Hier ein altes Foto  sowie hier vom Goethehof und Orania Stüberl.


Geschäftskolonnade Dick 1929/1930 ließ Hugo Dick die Geschäftskolonnade vor dem Haus auf der Grillparzerstraße 1–14 errichten.[2] Die Grillparzerstraße war auch als "3 Zwergerlgasse bekannt, da Juwelier Chalupzky, Schneider Witzigmann sen. und Schuster Stachl sen. von kleinem Wuchs waren.“  [3]


Kosmetik & Fußpflege Röck in der Villa Orania

Hugo Dick starb 1958, und seine Tochter Lydia (*1912 † 2006), verheiratete Bruckner, verkaufte das Gebäude Villa Orania im Jahr 1978 an Rupert Röck (*1936 † 1993), gebürtiger Bad Hofgasteiner, und seine Frau Margarete, geborene Söllner, stammend aus Bad Bruck.

Rupert Röck leitete zudem das Dunstbad im Zentrum, Bismarckstraße 2, das er bereits einige Jahre zuvor übernommen hatte. Hier oben im Gästehaus Villa Orania bot er gemeinsam mit seiner Frau Margarete Wellness- und Heilmassagen, Fußpflege sowie Kosmetikbehandlungen an.Margarete Röck führte diesen Service auch nach dem Tod ihres Mannes weiter, bis sie das Haus etwa um das Jahr 2005 verkaufte.

Von den fünf Kindern, die Rupert und Margarete Röck bekamen, sind drei Töchter in die Fußstapfen ihrer Eltern getreten und arbeiteten zuerst im Familienbetrieb mit:

  • Traudi (*1962) wurde Heilmasseurin,

  • Doris (*1966) wurde Masseurin und Fußpflegerin,

  • Margret (*1972) erlernte Kosmetik und Fußpflege.

Die beiden Söhne Georg (*1960) und Robert (*1968) ergriffen andere Berufe: Georg wurde Metzger, Robert Koch. [4]


Villa Orania exklusive Ferienwohnungen

Margarete Röck verkaufte die Villa Orania an die Familie Magnusson bzw. die Janus Hotelbetriebs Ges.m.b.H.

2008 wurde die rund 1.000 m² große Villa vollständig renoviert. Dabei entstanden acht Luxus-Appartements, die heute zu den exklusivsten Urlaubsdomizilen inmitten der Alpen zählen.[5]

 

Quellen:

[1] Erzählungen von Doris Sagmeister und Franz Josef Stachl. Text Betreff die Komponistin auf WiR redlist index: Music teachers wikipedia gefunden dazu text am Haus sowie https://www.salzburgerhof.com/appartements-alpen.html   gelesen 11. Mai 2021 ,

[2] Daten vom Grabstein Dick, Schriftverkehr mit Helmut Pfützner im. Mai 2025 über seinem Grossvater Hugo Dick, Info Über Helmut Pfützner fand ich auf https://www.facultas.at/item/61150877  aufgerufen Mai 2025. Dazu persönliche Beobachtung durch der Jahren was bei der Häusern passiert.

[3] Allgemein Bekannt bei älteren Gasteinern

[4] Gespräch in Mai 2021 mit Doris Zagmeister geb. Röck über Ihre Familie

[5] https://www.salzburgerhof.com/appartements-alpen.html   gelesen 11. Mai 2021 sowie persönliche Beobachtung und besuch in der Villa.



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