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Stubnerkogelstraße 41 & 43

Haus Trude & Villa Glückauf

Stubnerkogelstrasse 41 - Haus Trude.

Das Kurhaus wurde 1929[1] von Albertine Kunodi (*1871 † 1958) geb. Ronge zusammen mit ihrer Tochter Gertrude "Trude" Kunodi (*1904 †1992) gebaut. Deshalb die Name Trude Das Haus wurde als Frühstückspension betrieben.


Trude & Robert Pilz

Gertrude „Trude“ Kunodi (*1904†1992) heiratete 1936 Dipl. Ing. Robert Pilz (*1901†2000). Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit in Österreich bot Frau Selma Pollack, eine Kurgast im Kurhaus Trude, Herrn Pilz eine gute Zukunft in Südafrika an, was er annahm. Robert Pilz, ein Diplomingenieur, wanderte im August 1937 nach Südafrika aus und arbeitete dort für große Firmen, die Gold- und Asbestminen planten und errichteten. Gertrude Pilz folgte ihrem Mann im Oktober 1937 nach. Das Kurhaus war im Winter geschlossen. Bereits im April 1938 kehrte Frau Pilz für die Sommersaison nach Österreich zurück und reiste im September wieder nach Südafrika. Dann kam der Zweite Weltkrieg, und Reisen waren nicht mehr möglich. Erst im Juni 1947 war die erste Reise nach Österreich wieder möglich, und zwar auf dem Landweg mit dem Auto.

Das Foto zeigt die Ankunft der Familie Pilz in Bad Gastein. Sie waren die Ersten, die nach dem Krieg diese gefährliche Reise von Südafrika über Rhodesien, Tanganjika, Kenia, Uganda, Sudan, die Nubische Wüste und Ägypten wagten, um dann mit dem Schiff nach Genua und weiter nach Bad Gastein zu reisen. Tatsächlich fuhren sie im November mit dem Auto wieder zurück. Jede Richtung dauerte etwa 2 Monate. Es folgten unzählige Reisen, da Frau Pilz jeden Sommer zur Saison nach Gastein fuhr und im Herbst zurückkehrte – zunächst mit dem Schiff, später mit dem Flugzeug. Eine dritte Afrika-Durchquerung erfolgte 1960 wieder mit dem Auto über Algerien, die Sahara, Nigeria, den Kongo und Rhodesien nach Johannesburg. Dipl. Ing. Robert Pilz blieb bis 1972 in Südafrika aktiv. In Bad Gastein genoss er dann seine Pension bis zu seinem Tod am 4. Januar 2000.

Dipl. Ing. Robert Pilz und Gertrude Pilz bekamen einen Sohn, Hans


Hans Pils

Hans Pilz (*1940 †2024), der Sohn, war lange im Reisebüro Pölzleitner und dann bei der Salzburger Sparkasse in Bad Gastein tätig. Hans engagiert sich ehrenamtlich im Gasteiner Museum, im Schützenverein und im Alpenverein. In Dezember 2023 wurde Hans Pils mit dem Ehrenzeichen und der Ehrenurkunde der Salzburger Museen in Gold ausgezeichnet.

Er hinterlässt eine tiefe Lücke im Verein des Gasteiner Museums. Er war mit Ingrid, geb. Walz, verheiratet, und sie haben drei Kinder. Ingrid stammt aus der Tischlerei Familie Abentung/Cudrig - mehr dazu auf der Adresse Böcksteiner Bundesstrasse 100


Personalhaus "Haus Trude"

Das Haus Trude wurde von Gertrude „Trude“ Pilz Ende der 1970er Jahre verkauft. Das Haus wechselte danach nochmals den Besitzer und diente oft als Personalhaus für verschiedene Unternehmen. Heute gehört das Haus Trude der Janus Hotelbetriebs GmbH. Als Janus das Haus übernahm, wurde es um das Jahr 2010 umfassend saniert. Das Haus dient weiterhin als Personalhaus mit kleineren Wohnungen für Mitarbeiter, beispielsweise von Lokalen wie Gatz und Silver Bullet sowie für Reiseleiter der Firma STS Alpresor. Mehr über die Schwedische Reisebüro STS Alpresor und Familie Magnusson/Firma Janus Hotelbetrieb- Hotel Salzburger of lesen Sie auf der Textabschnitt Grillparzerstrasse [2]  

 

Alte Fotos von der Seite §Gastein im Bild§ sehen Sie hier : Villa Glück Auf & Haus Trude


Fußnoten:

[1] Baujahr steht auf http://gastein-im-bild.info/eb/ekotru1.html  aufgerufen 06. Juli 2021 dazu Information von Hans Pilz in einem Gespräch am 05. Juli 2021. Daten vom Grabstein.

[2] Persönliches Gespräch und Schriftverkehr per E-Mail mit Hans Pilz Anfang Juni 21. Fotos von Ihm zu Verfügung gestellt.

Sowie Persönliche Beobachtungen durch die Jahre und Kontakt mit den Bewohnern im Haus Trude

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