Böcksteiner Bundesstraße 63 & 65.
Haus Felsenburg & Metzgerei

Böcksteiner Bundesstraße 63 & 65.
Auf der anderen Straßenseite steht (2024) die Überreste eines Hauses. Hier standen früher zwei Häuser, die mit dem stets wiederkehrenden Hochwasser zerstört wurden. In den damaligen beiden Häusern Nr. 63 + 65, hier am Wegrand, wohnten bis Ende der 1970er Jahre viele einheimische Familien. Vom Gebäude Haus Felsenburg ist heute nichts mehr zu sehen.
Felsenburg & Metzgerei - Wohnhäuser
Mitte der 1980er Jahren musste das größere Gebäude, die ehemalige Frühstückspension Felsenburg, abgetragen werden. Haus Felsenburg war nach dem Krieg keine Frühstückspension mehr, sondern diente viele Jahren als Wohnhaus für einheimische Familien. Im kleineren Haus, das noch als Ruine sichtbar ist, war bis 1957 das Schlachthaus von Metzger Josef Fraungruber untergebracht. Vorgänger war die Familie Josefine und Hans Stefanitsch (*1896†1955). Sie hatten schon vor dem zweiten Weltkrieg hier im Haus eine Metzgerei. Der älteste Sohn Johann „Hans“ Stefanitsch (*1929†1997) war auch Metzgermeister und Gastwirt und betrieb bis in den 1960er Jahren in Böckstein Viehhandel. Das Gut Gamsleitenhof - Sonnblickstraße 22 - war das Stefanitsch-Lehen. [1]
Fleischhauer Fraungruber hat - wie Stefanitsch - sein Fleisch hier im Haus verarbeitet. Verkauft wurde unten im Haus Nr. 59, an der Kreuzung neben dem Milchgeschäft von Frau Renzel. Dazu wird erzählt, dass Metzger Fraungruber vorher ein Verkaufslokal unten auf der Karl Heinrich Waggerlstraße 18 hatte, wo zuerst Metzger Oberbichler war. [2]
Wir fahren weiter den Berg hinunter, zu der Kreuzung, bei der die Heilstollenstraße beginnt. Der Name Böckstein geht auf das altslawische „pec“ zurück und bedeutet „Felsenwand“. Was den Namen Felsenburg auch logisch klingen lässt. Urkundlich erwähnt wurde der Ort Böckstein bereits 1427 als Peckstein. [4]
Fußnoten/Quellen:
[1]Auf einer Ansichtskarte von 1912 ist das Haus als Frühstückspension dargestellt. Erzählung von Einheimischen übers Haus. Über Stefaniscthlehen erzählte mir Ingrid Gruber in Nov 2021, bestätigt durch einige Einheimischen im Aug 2023
[2] Fraungruber - Eintrag im Österr. Zentralblatt 1957 angerufen auf www.zedhia.at. Persönliches Gespräch Sept 2021 mit Margit Gruber. Sie kam als Nachfolgerin mit einem Frisörgeschäft in Frauengruber früher sein Lokal auf K H Waggerlstrasse 18. Elfi Oberbichler hat ebenfalls vom Lokal und von ihrem Opa als Metzger dort vor Ort erzählt.
[3]Stefanitsch Eintrag Herold-Adressbuch 1965 erzählt von Ingrid Gruber Nov 2021, bestätigt durch einige Einheimischen im Aug 2023
[4] http://www.knappenmusik-gastein.at/boeckstein.html aufgerufen 09. Juni 2021





