Sonnblickstraße 2
Schlosserei Werbnigg - Tischlerei Spannberger

Schlosserei Werbnigg.
Oskar Werbnigg (*1908†1989) stammte ursprünglich aus Maribor im heutigen Slowenien. Wie viele andere deutschsprachige Personen musste er seine Heimat am Ende des Zweiten Weltkriegs verlassen. Durch Kontakte nach Gastein landete Oskar mit seiner Frau Hedwig und ihren beiden Kindern, Erika und Dieter, im Anlauftal. Andere Verwandte der Familie zogen nach Graz. Die Familie Werbnigg wohnte zunächst im Gasthof Bleier im Anlauftal, bis sie eine eigene Wohnung im Haus Theresienheim in der heutigen Valeriepromenade 6 bekamen.
Oskar Werbnigg war von Beruf Schlosser. Seine erste Schlosserei betrieb er von 1956 bis 1966 in der sogenannten Waldschmiede an der jetzigen Adresse Blümelweg. Im Jahr 1966 baute Oskar zusammen mit seinem Sohn Dieter Werbnigg (*1941) das Gebäude hier in der Sonnblickstraße 2 und zwei Jahre später, 1968, ging Oskar in den Ruhestand und übergab offiziell an seinen Sohn. Auch nach seiner Pensionierung half Oskar weiterhin regelmäßig in der Schlosserei aus. Dieters Frau Frieda, geb. Leimböck, arbeitete ebenfalls in der Firma ihres Mannes mit. Im Jahr 1978 schlossen sie die Firma hier in Böckstein und zogen nach Salzburg, wo Dieter lange Zeit bei der Firma Kaindl beschäftigt war. Seit seiner Pensionierung leben er und Frieda wieder in Bad Gastein im Elternhaus seiner Frau. auf der Schareckstraße 19. Seine Schwester Erika (*1939†2021) heiratete Rudolf Gugganig (*1939†2009). [1]
Hotel-Tischlerei Straubinger
Nach 1978 wurde das Gebäude in der Sonnblickstraße 2 vom Hotel Straubinger genutzt. Unter Hoteldirektor Rödhammer wurde es zu einer Hotelwerkstatt umgebaut.
Tischlerei Spannberger
Anfang der 1980er Jahre kaufte Franz Spannberger (*1946) das Gebäude für seine Tischlerei, die er in Bad Hofgastein betrieb. Franz wuchs in Böckstein auf und absolvierte seine Lehre in Altböckstein bei der Tischlerei Johann Kerschbaumer auf der Karl Imhof Ring 7. Sein Vater, George Spannberger, war ebenfalls Tischlermeister und hatte eine Werkstatt, wie bereits berichtet, neben dem Alpencafé Evianquelle. „Nach dem Krieg befand sich die Werkstatt draußen in der Nähe der Zlöblbrücke“, erzählt Franz. Er berichtet während unseres Gesprächs in seiner Werkstatt, dass sein Vater George bei einem tragischen Motorradunfall 1961 tödlich verunglückte, als er noch Lehrling bei Hans Kerschbaumer war.
Franz Spannberger gründete 1973 seine eigene Tischlerei in Bad Hofgastein. Mitte der 1980er Jahre wurde Böckstein durch den Kauf dieses Gebäudes sein neuer Standort. Seine Firma ist hauptsächlich auf Innenausbau spezialisiert, und obwohl er bereits im Ruhestand ist, arbeitet er weiterhin fleißig. In seiner Freizeit spielt Franz Posaune und ist seit 1962 Mitglied der Knappenmusik. Er und seine Frau haben zwei Kinder. Ihr Sohn ist Architekt in Graz, und ihre Tochter arbeitet in einem Kurhaus in Bad Gastein.[2]
Fußnoten:
[1] Persönliches Gespräch mit Dieter Werbnigg und seiner Frau Frieda im Sept 2021 + Jan 2023
[2] Zentralblatt 1958 Eintr. Handelsregister WKO Register und Persönliches Gespräch mit Franz Spannberger im Mai 2023 dazu Info von http://www.knappenmusik-gastein.at/mitgliedervon1925bisheute.html







