top of page

Böcksteiner Bundesstraße 88

Das Schwedenhaus, Ordination Dr. Prazeller , Installateur Vertatschitz, 

Böcksteiner Bundesstraße 88

Das Schwedenhaus

Das Haus wurde 1926 von zwei Schwedinnen, Maria Brelin und Katharina Beskow (*1867†1939) als Doppelhaus errichtet. Deshalb der Name Schwedenhaus. Bis zu der endgültigen Festlegung der Straßennamen in den 1980er Jahren wurde das Haus als „Schwedenhaus Nr. 177“ bezeichnet. Baumeister war Hugo Dick.

Die Damen spielten leidenschaftlich Schach und Frau Beskow nahm an den Damen-Schach-Weltmeisterschaften auf der ganzen Welt teil. Siehe auch diesen Link: https://chessentials.com/1927-womens-world-chess-championship/

Anna Katharina Beskow starb hier in Salzburg im Jahr 1939. Was mit Maria Brelin passierte, wissen wir nicht. Genauso wenig wissen wir, wer Ada Charlotte Beskow war, die das Haus erbte. Durch persönliche Nachfragen bei Verwandten der berühmten Schwedischen Schriftstellerin Elsa Beskow in Schweden (Meine Mutter kennt sie) fand ich heraus, dass Katarina nicht mit ihr blutsverwandt war. 1947 wurde von der Sicherheitswache der Gemeinde Bad Gastein eine Inventarliste des Hauses erstellt.

Die neuen Besitzerinnen in den 60er Jahren wurden Johanna Hochleitner und Herta Stelzhammer. Sie beabsichtigten hier eine Tankstelle zu eröffnen, die jedoch nie zustande kam.


Ordination Dr. Oskar Prazeller

Stattdessen mietete der Arzt Dr. Prazeller das Haus und betrieb hier ca. 14 Jahre lang seine Kur- und Allgemeinarztpraxis bis Ende der 1960er Jahre. Anschließend baute er ein Wohn- und Ordinationshaus in der Südtirolerstraße 3. Weiteres über Dr. Prazeller finden Sie im Textabschnitt Südtirolerstraße 3.


Familie Installateur Erich Vertatschitz,

Die darauffolgenden Eigentümer des Schwedenhauses Nr. 177 war die Familie Vertatschitz, die noch immer hier wohnt. Installateur Erich Vertatschitz (*1942 †2001) und seine Frau Waltraud kauften das Haus im Jahr 1969. Erich absolvierte seine Lehre von 1956 bis 1960 bei der Firma Wanker in Bad Hofgastein. Wir wissen, dass er von 1963 bis 1970 bei der Firma Josef Kosak angestellt war. Kosak hatte seinen Firmensitz draußen an der Hauptstraße beim Güterbahnhof. Erichs Frau Waltraud stammte aus dem Mölltal/Kärnten und arbeitete im Alten- und Kinderheim Bad Gastein, als sie dort Erich im Jahr 1968 bei Installationsarbeiten kennenlernte. 1969 wurde geheiratet, Von 1970 bis 1983 arbeitete Erich bei Seidl Sanitäranlagen, und danach war er bis 1990 für die Firma Podesser in Böckstein tätig. Erich führte viele Installationsarbeiten in den ehrwürdigen Hotels und Villen der Belle Époque aus. Obwohl Erich nie selbstständig war, arbeitete er gerne eigenständig, sodass ihn manch Einheimischer schon mal als Repräsentanten der ein oder anderen Firma betrachtete. Firma Podesser finden Sie auf Goldbergstraße 65.


Fußnoten/Quellen:

[1] Persönliches Gespräch mit Waltraud Seewald geb. Vertatschitz im März 2023, sowie Unterlagen zum Haus aus der Bauakte und Schriftverkehr März – Mai 2023.  https://chessentials.com/1927-womens-world-chess-championship/ aufgerufen Juni 2023.

bottom of page