Goldbergstraße 9
Kinderfreundehaus Böckstein

Kinderfreundehaus Böckstein Ort
Hier befindet sich das Kinderfreundeheim mit Spielplatz. Im Anlauftal haben wir bereits die Geschichte des ‚Arbeitervereins Kinderfreunde‘ behandelt. Auch hier in Böckstein gab es ein Vereinshaus, in dem Veranstaltungen für Kinder stattfanden. Das erste Haus hier in ‚Böckstein Ort‘ war nur ein Holzhaus.
Herbert Gruber (*1931) erzählt, wie er mit zwei weiteren Männern nach Kaprun fuhr, um dieses Holzhaus zu holen. Sie schliefen unter freiem Himmel, bauten das alte Holzhaus in Kaprun ab und errichteten es hier erneut. Das jetzige gemauerte Haus entstand viel später, im Jahr 1993. Heute (2024) wirkt es unbenutzt.
Herbert Gruber und seine Frau, Otmar Gruber und seine Frau, Wolfgang Ullreich und seine Frau sowie viele weitere Personen waren bei den Kinderfreunden aktiv.
Silke aus Böckstein erinnert sich, dass der Kinderfasching mit einem Umzug in Böckstein immer ein Höhepunkt war. "Unterwegs gab es bei Peter Hraschan im Lokal (Anm. Böcksteiner Bundesstraße 118) Krapfen und Fanta. Großartig waren auch die Gugelhupf-Rennen, bei denen alle Teilnehmer bei der Siegerehrung einen Gugelhupf bekamen, und der letzte als Trostpreis eine Riesenbrezel. Im Kinderfreundeheim wurde gemeinsam gebastelt usw., es war eine schöne Zeit." Renate Gschwandtner schrieb : „Fasching, Er-und-Sie-Lauf und Sonnwendfeuer waren immer toll und lustig für Groß und Klein. Beim Er-und-Sie-Lauf wurden immer Pärchen zusammengelost, die dann auf Skiern verschiedene Stationen, Parcours, Geschicklichkeitsübungen und dergleichen bewältigen mussten. Das war natürlich immer sehr lustig, vor allem beim Zuschauen …“[1]
Im Abschnitt Anlauftal können Sie mehr über die Kinderfreunde Anlauftal nachlesen.
Fotos von Kinderfreunde-Aktivitäten wären nett. Wenn jemand welche hat, bitte zusenden!
TV in Östereich
Wie bereits erwähnt, gab es in den 1960er Jahren noch nicht so viele Fernseher in den Privathaushalten. Die Geschichte des Fernsehens in Österreich begann 1955 mit einem Fernseh-Versuchsprogramm. Über provisorische Sender in Wien, Graz, Linz und Salzburg wurden ab dem 1. August 1955 dreimal in der Woche für rund 30 Minuten Fernsehsendungen ausgestrahlt. Da damals kaum jemand ein Fernsehgerät be-saß, wurde nur zwischen 17 und 18 Uhr gesendet. Der reguläre Fernsehbetrieb startete am 1. Jänner 1957, anfangs an sechs Tagen, ab 1959 an allen Wochentagen. Das neue Massenmedium boomte und wurde zunehmend zur Konkurrenz für die Kinos. Trotz der hohen Anschaffungskosten – ein Fernsehapparat kostete mindestens 6.000 Schilling, das Vierfache eines durchschnittlichen Monatseinkommens – wurde das Fernsehen immer beliebter. 1961 wurde das Farbfernsehen eingeführt. [2]
Fußnoten/Quellen:
[1] https://kinderfreunde.at/ueber-uns/geschichte, aufgerufen 02. März 2022; Persönliche Erzählung von Herbert Gruber am 13. April 2022, öffentlicher Kommentar auf Facebook am 2. März 2022. Das Foto von der Baustelle aus dem Jahr 1965 wurde von Josef Wuggenig zur Verfügung gestellt. Ein persönlicher Besuch bei den Kinderfreunden in den 1990er Jahren mit meinen Kindern.
[2] Betreff TV - Aufgerufen 29. Mai 2023 https://hdgoe.at/beginn-fernsehsendungen




