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Böcksteiner Bundestrasse 114

TabakTrafik Gruber & Taxi Gruber, TrafikTabak Griessenböck & Teppich und Böden Kettner

Böcksteiner Bundestrasse 114

TabakTrafik Gruber & Taxi Gruber

Johann "Hans" Gruber (*1912 †1973), aus Böckstein, war nach dem Krieg Invalide und trug eine Beinprothese. Er hat 1947 um ein Tabaktrafik-Gewerbe angesucht und es auch bekommen. 


Johann Gruber beantragte ebenfalls 1947 eine Konzession zum gewerbsmäßigen Gelegenheitsverkehr, also zur entgeltlichen Personenbeförderung mit einem Taxi.  Wie die Anekdote in der Familie noch erzählt wird, bekam Hans seine Tabaktrafik Gewerbeschein, weil seine Mutter denselben Namen wie die ehrwürdige Kaiserin Maria Theresia aus Österreich trug.

Johann war mit Anna Feit verheiratet und bekam fünf Kinder: Rudolf, Elfriede (sie heiratete Franz Kettner), Gerhard, genannt "Tschickei" (später auch Taxiunternehmer), Johann jun. und Norbert.


Der Sohn Gerhard Gruber, genannt "Tschickei", übernahm das Taxigewerbe von seinem Vater. Als er Mitte der 1970er-Jahre aufhörte, verkaufte er sein Taxi an Franz Schett, und Tschickei war dann anschließend bei Schett Chauffeur.  Sie finden mehr Information zu alles Taxis & Fiaker im Ort under der Standort Bahnhof. 



Tabak-Trafik Gruber - Später Griessenböck

Die Tochter Elfi verheirtatet Kettner hatte das Grundstück von ihren Eltern, Anna und Johann Gruber, geerbt. Die Mutter Anna Gruber betrieb nach dem Krieg einen einfachen Holzkiosk, in dem sie Tabak, Zeitungen, Magazine und andere Kleinigkeiten verkaufte. Zu den Waren, die ein Trafikant verkaufen durfte, zählten zum Beispiel Ansichtskarten, Schreibwaren und Zündhölzer. Ihre Tochter Elfi übernahm den Tabaktrafik-Kiosk. 


Nach der Hochzeit von Elfi und Franz Kettner verpachteten sie das Tabakgeschäft an Hans Grießenböck. Es wird erzählt, dass das Geschäft etwas erhöht auf einem kleinen Hügel lag und dass Herr Grießenböck trotz eines schlechten Beins jeden Tag zu Fuß zur Arbeit ging. Später übernahm sein Sohn Erwin Griessenböck.  Hier wäre es Dankbar, wenn wer ein paar Fotos zusenden können. 


Tabakmonopolgesetz

Früher hatten in Österreich ausschließlich Kriegsinvalide das Recht, eine Tabaktrafik zu führen, später galt dies für Behinderte im Allgemeinen. Das österreichische Tabakmonopol hat eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 1784 zurückreicht. Seit 1949 bildet das Tabakmonopolgesetz die rechtliche Grundlage für dieses historisch bedeutende System. Im Laufe der Jahre wurde das Gesetz mehrmals novelliert und ist bis heute in Kraft. Deshalb gibt es noch immer gesonderte Tabakgeschäfte. [2]


Teppich und Böden Kettner 

Franz Kettner (*1938 †2024), ein gebürtiger Burgenländer, kam nach Bad Gastein, um zu arbeiten. Er begann als Bademeister im Badeschloss. Anschließend absolvierte er eine Lehre bei Teppich Thurner in Bad Hofgastein. Nachdem er eine Familie gegründet hatte, wollte er natürlich hierbleiben und legte seine Meisterprüfung ab. 


1967 machte er sich in Bad Gastein selbständig. Zuerst mietete er nur eine Garage bei einer Frau Moises in der Böcksteiner Siedlung, wo er seine Werkzeuge und Materialien lagern konnte. 

1975 beschloss die Familie Kettner, an der Stelle des alten Holzkiosks ein Haus zu bauen. Im Erdgeschoss waren zwei Geschäftslokale nebeneinander. Das linke Lokal - von der Straße aus gesehen - war die Tabaktrafik von Hans Grießenböck, dessen Sohn Erwin die Tabaktrafik übernahm und bis 2002 führte. Eine Zeit lang hing hier als einzige Erinnerung an die Tabaktrafik ein Ziga-rettenautomat. Auf der rechten Seite befand sich das Geschäft für Bodenbeläge und Teppiche von Kettner sowie ein Büro. Im Keller waren die Werkstatt und ein Lager untergebracht. Im Obergeschoss wohnte die Familie Kettner, und auch die Schwiegermutter Anna Gruber hatte eine Wohnung sowie der Schwager Norbert Gruber ein eigenes Zimmer. 


Franz Kettner war 35 Jahre selbständig und ging im Jahr 2002 in Pension. Franz und Elfi Kettner bekamen vier Kinder: Elfi, Anita, Franz und Silke. [3]


Bodenleger Weikl 

Bis 1953 gab es ein Parkett- und Bodenlegergeschäft Sepp Weikl in Bad Gastein. Wo er genau war, wissen wir noch nicht. [4]

Weiters waren als Information im Herold-Adressbuch, Ausgabe 1965, Herbert Thurner und Robert Winterberger als Bodenleger in Bad Gastein aufgelistet.


Fußnoten/Quellen:
[1] Schriftverkehr mit Silke Leierer, geb. Kettner im März 2022 auf Facebook. Viele Einheimsichen können sie klar an das Tabakgeschäft auch erinnern.

[2] Sept 2023 https://www.wko.at/branchen/handel/tabaktrafikanten/

[3] Schriftverkehr mit Silke Leierer, geb. Kettner im März 2022 und 2023

[4] Betref Weikl Eintrag Österr. Zentralblatt 1953 www.zedhia.at

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