Schareckstraße 12
Busfirma Lackner und Garagen

Schareckstraße 12
Lackner Garagen
Josef „Sepp“ Lackner (*1897 †1966) kam nach dem Ersten Weltkrieg aus Pfarrwerfen nach Bad Gastein, um hier als Mechaniker und Chauffeur bei Baumeister Hugo Dick zu arbeiten, berichtet Ilse Möschl in einem Artikel über Gasteiner Traditionsbetriebe, der in der Zeitschrift "Kultur Passiert" erschienen ist.
Bereits im Jahr 1927 gründete er eine sogenannte Taxilinie. Anfangs handelte es sich um einen öffentlichen Verkehrsdienst in Form einer Art Taxi-Service, der Autos mit Platz für nur wenige Gäste umfasste. Mit der Zeit kamen auch Busse für den öffentlichen Nahverkehr hinzu. Im Jahr 1933 erhielt er die Lizenz für den periodischen Personenverkehr. Die erste Busstrecke führte vom Bahnhof zur damaligen Wandelhalle in der Nähe des Wasserfalls und zurück. Im Jahr 1949 wurde die Buslinie vom Kurhaus Badehospiz (Badbergstraße 1) bis zum Heilstollen erweitert. Die Linie endete etwas unterhalb des Heilstollens, in der Nähe des Ausflugslokals Alraune, kurz nach dem Hotel Evianquelle, auf dem heutigen Nassfeldweg 2. Die Gäste hatten von dort die Möglichkeit, entweder mit dem Pferdefuhrwerk zu fahren oder zu Fuß zu gehen. Sepp Lackner heiratete Gabriele und 1929 wurde Sohn Heinrich geboren. Sepp Lackner war in den 1960er Jahren auch stellvertreten-der Obmann der Kammer Sektion Verkehr bei der Wirtschaftskammer in Salzburg.
Der erste Standort seines Transportunternehmens befand sich im Ederstall. Der Ederstall stand ungefähr auf dem Gelände des heutigen Lackner-Bürohauses und des benachbarten Hotel Simader. Im Jänner 1963 wurde dieses Gebäude durch ein Feuer komplett zerstört. Nach dem Brand wurde auf dem heutigen Grundstück Schareckstraße 12 ein neues Wohn- und Geschäftshaus mit Garagen errichtet. Im Jahr 1966 verstarb der Firmengründer Sepp Lackner im Alter von nur 69 Jahren, und die Firma wurde von seinem Sohn Heinrich Lackner sen. (*1929 †2019) übernommen. [1]
Heinrich Lackner sen. (*1929 †2019) hatte ursprünglich eine Lehre bei den Steyrer-Werken in Steyr begonnen, jedoch aufgrund der Kriegswirren musste er seinen Lehrabschluss stattdessen bei der KFZ-Werkstätte Hermann Magerle in Bad Gastein absolvieren. Heinrich heiratete 1951 Gabriele Eibl-Eibesfeldt (†2013) aus Klosterneuburg, und gemeinsam erweiterten sie das Unter-nehmen. Unter ihrer Leitung bot die Firma nicht nur Linienbusverkehr an, sondern auch Reisebusse für Gruppen und Reisebüros. Während im restlichen Land die Post für den öffentlichen Verkehr zuständig ist, hält die Firma Lackner ihre Position mit Linienbussen im Gasteinertal. Aus der Ehe von Heinrich und Gabriele gingen zwei Kinder hervor, Elma (*1951) und Heinrich jun. (*1953).
Heinrich Lackner jun. (*1953).
Im Jahr 2003 übernahm die dritte Generation, Heinrich und Veronika, die Geschäftsführung. Sie haben zwei Söhne, Michael und Heinrich ("der Dritte") .
Michael Lackner
Heute führt bereits die vierte Generation, Michael "Michi" Lackner, den 100-jährigen Familienbetrieb weiter. Er ist mit Rita aus Finnland verheiratet und hat zwei Töchter. Rita arbeitet als Reiseleiterin für STS Alpresor hier in Bad Gastein, wo sie sich beim Transferfahren zum Flughafen kennengelernt haben. Sein Bruder Heinrich hat sich der Gastronomie gewidmet und war Geschäftsführer der Häggis Bar und der Mex Tex Restaurants hier in Bad Gastein. Mehr dazu auf der Adresse Kaiser Franz Josefstrasse 40. Er lebt mit Filippa Palmqvist in Schweden, und sie haben mehrere Kinder miteinander. Filippa war bei der Gründung des Café Blond Beans am Bahnhof tätig und arbeitete dort bis zu ihrer Karenz. Mehr zu Blond Beand im Textabschnitt Bahnhof[2]
Fußnoten/Quellen:
[1] Artikel im Zeitschrift Kultur passiert erfasst von Ilse Möschl/Siegi Moser und SN-Artikel 13. Feb 1997 Journalist Alfred Pfeiffenberger,
[2] Persönliche Begegnungen mit Familie Lackner im Laufe der Jahre und Homepage aufgerufen 01. Mai 2022 https://neu.lackner-reisen.com/




