Ederplatz 3
Fussballclub - Alpenstadion Bad Gastein

Fussballclub - Alpenstadion Bad Gastein
Den Fußballclub FC Bad Gastein gibt es seit 1947. Vorher gab es zwei kleinere Vereine, den ATSV Bad Gastein und einen anderen Verein. Aus diesem Zusammenschluss entstand 1947 der FC Bad Gastein.
Die Spielstätte/Fußballplatz war vor dem Krieg etwas weiter oben, wo sich heute die Häuser Schareckstraße 22 und 24 befinden. Seit den 1990er Jahren trägt der Fußballplatz den Namen „Alpenstadion Bad Gastein“. Von den Gründungsmitgliedern lebt keiner mehr.
Fussball Kantine
Als der Fußballplatz auf der Ederplatz neu war, wurde auch eine Kantine eröffnet. Diese war eine einfache hölzerne Wohnbaracke. Neben dem Fußballplatz standen mehrere solche Hütten nebeneinander. Das erste Buffet betrieb Willi Schuster. Anschließend eröffnete Willi Schuster eine Weinstube namens "Kupferkanne" am Birkenring 1. Seine Nachfolger in den 1940er- und 1950er-Jahren waren Kurt und Anne Stromberger. Sie wohnten auch neben dem alten Buffet am Fußballplatz in einem einfachen Holzhaus, in dem es kein WC und kein fließendes Wasser gab. Hier danben haben vermutlich noch weitere Familien in kleinen Holzbaracken gewohnt. Die Bewohner mussten über den Fußballplatz zu einer "offenen Toilette" gehen, die im Grunde genommen nur ein einfaches Loch in der Erde für die Notdurft war – im Winter war das etwas mühsam erzählt mir Anni Stromberger, eine gebürtige Tirolerin. Wasser zum Kochen und Waschen holte Anne regelmäßig im Speisehaus von Anna Oberbichler im Ederstall. (Mehr zum Ederstall finden Sie unter demselben Textabschnitt Ederstall) Dort, erzählt Anne Stromberger weiter, hatte sie die Möglichkeit, Wasser für den Haushalt zu holen. In den 1960er-Jahren bekam die Familie Stromberger eine Wohnung in der Hauptschulstraße. Einige der Wohnhäuser auf der Hauptschulstrasse wurden in den 1950er Jahren fertiggestellt. Anne erzählte mir auch, dass sie von 1963 bis 1991 Reinigungskraft beim Gendarmerieposten war. Im Nachbarhaus, Stubnerkogelstraße 45, waren sie und ihr Mann Kurt auch Hausmeister. "Mein Mann Kurt war hauptberuflich Schuster und er übernahm in den 1960er-Jahren die Schuhmacherei seines Vaters unterhalb des Hotel Bellevue. Im Jahr 1968 wurde er Bademeister in der Felsentherme, als diese neu eröffnet wurde.“
Erst später wurde aus der Imbisshütte am Fußballplatz eine etwas bessere Kantine. Hier war auch das Materiallager. Weitere Kantinenbetreiber waren Susi und Sepp Kainz, die Familie Krieger und dann sehr lange die Familie Bergner. Heute wird die Kantine wenn Matsch ist von einige Eltern betreut.
Fußnoten/Quelle:
[1] Schriftverkehr im März 2021 mit Alwin Wigele Obmann bei FC Bad Gastein
[1] Persönliches Gespräch bei mir im Garten mit Annie Stromberger Frühling 2021. Dazu Erzählungen von einige Einheimischen und meiner Schwiegermutter Inge Schneeberger
[1] Schriftverkehr im Mai 2021 mit Alwin Wigele


