Ederplatz 1
Haus Seidl - Installateur Fahrner, Zahnarzt, Bergrettung-Meldestelle, Fam Altenhuber - Ferienapartments

Haus Seidl
Installateur Fahrner,
Das Haus wurde nach dem Krieg vom Installateur Edmund Fahrner erbaut. Er verstarb 1953. Hermann erzählte, dass dieser keine Nachkommen hatte. „Eine Person aus niedrigem Adel kaufte das Haus aus dem Nachlass von Fahrner. Das Haus stand jedoch eine Weile leer, bis meine Schwiegereltern, Gastwirtsleute aus Lofer, es für ihre Tochter Maria, meine Frau erwarben.“ erzählte mir Hermann Altenhuber.[1]
Bergrettung-Meldestell - Hermann Altenhuber
Das Haus Seidl war lange Zeit eine Bergrettungsmeldestelle. Vor dem Krieg befand sich eine Bergrettungs-meldestelle im Haus Erna in der Karl-Heinrich-Waggerl-Straße Nr. 15. [2]
Hermann Altenhuber (*1928 2025), gebürtiger Rauriser und ehemaliger Alpingendarm/Alpinpolizist, erzählt: "Die österreichische Bergrettung befand sich nach 1945 in einer schwierigen Lage. Ich war im Frühling 1945 erst 16 Jahre alt. Es gab für meine Altersgruppe damals kaum noch erwachsene Vorbilder, da viele Bergsteiger und Sportler den Krieg nicht überlebt hatten." Altenhuber erzählt weiter, dass der Staat Alpine Einsatzgruppen der Gendarmerie gegründet hat und dass er dazukam.
Zwischen 1968 und 1999 war Hermann Altenhuber Obmann der Bergrettung Bad Gastein. Sein Nachfolger ist Roland Pfund.
Es gibt in Bad Gastein sogar ein „Hermann Altenhuber-Platzl“. Dieser Aussichtspunkt liegt auf dem Wanderweg vom Grünen Baum zur Poserhöhe
Ferienapartments Das Haus Seidl
Das Haus Seidl trägt den Mädchennamen von Hermanns Frau Maria. Maria und Hermann haben sich in Unken (Pinzgau ) kennengelernt, wo er als Gendarm tätig war und Maria in einem Hotel arbeitete. Maria und Hermann zogen ein nachdem ihre Eltern das Haus gekauft hatten. Hermann ließ sich von Unken nach Bad Hofgastein versetzen, da es in Bad Gastein zu dieser Zeit keine freie Stelle bei der Gendarmerie gab. Erst später konnte er seinen Dienst in Bad Gastein antreten.
Im Haus Seidl haben sie anfangs nicht viel umgebaut oder getan. Doch 1972, als das Fernheizwerk in Bad Gastein gebaut wurde, entschied Hermann, sich daran anzuschließen. „Damals war Bad Gastein unter dem damaligen Bürgermeister Kerschbaumer die erste Gemeinde außerhalb von Salzburg Stadt, die ein Fernheizwerk hatte. Ich hatte zunächst eine Koksheizung, die später auf Öl umgebaut wurde. Allerdings nahm alles viel Platz im Haus ein, und durch den Anschluss an die Fernwärme gewann ich viel Raum im Haus", erzählte Hermann weiter.
Hermann und Maria bekamen zwei Söhne, Georg und Herbert. Sohn Herbert lebt mit seiner Frau Angelika, geb. Huber, und ihren beiden Söhnen immer noch im Haus Seidl. Herbert ist Vorstandsmitglied der Gasteiner Alpenstraße und ebenfalls bei der Bergrettung. Zusammen mit seiner Frau Angelika vermieten sie Ferienwohnungen im Haus.
Ordination Zahnarzt Dr. Kindermann
Zahnärztin Dr. Ada Meran, geb. Kindermann, hatte in den 1950er Jahren ihre Praxis hier im Haus Seidl. „Vorher ordinierte sie in einer einfachen Baracke beim Nussdorferhof (Anmerkung: heutiges Gelände der Residenz AlpenHeart, Böcksteiner Bundesstraße 18). "Nach dem Krieg waren überall bei uns Baracken. Damals war Dr. Kindermann noch nicht verheiratet. Sie hat zwei Zimmer bei uns gemietet und mit der Zeit ist sie einfach im Haus geblieben. Denn damals war es so, dass man jemandem, der länger als drei Monate in einem Zimmer war, nicht mehr ohne weiteres kündigen konnte“, erzählt Altenhuber über diese Zeit. "...so ist Frau Dr. halt ein paar Jahre bei uns geblieben.“ Schmunzelnd ergänzt er weiter „Ich habe sogar geholfen, die Patienten zu halten, wenn sie Zähne gerissen hat.“
Es gab keinen Warteraum, sondern die Patienten mussten draußen warten. Sie arbeitete oft bis spät am Abend. „Terminvergabe noch am Abend um 21 Uhr war möglich“ erzählte mir meine Schweigermitter, als ehemalige Patientin. [4]
Um das Jahr 1960 übersiedelte Frau Dr. Kindermann mit ihre Ordination ins Haus Tauriska auf der Böcksteiner Bundesstraße 14. (Siehe Textabschnitt dort über Dr. Kindermann-Meran) denn um diese Zeit hat sie Herrn Graf Meran geheiratet und das Haus Tauriska war neugebaut.
Fußnoten/Quellen:
[1] Installateurmeister Edmund Fahrner Konkurs (weil Verstorben) 1953 Zentralblatt 1953. Erzählungen von Altenhuber 2024
[2] Laut Info von Anton Lafnethaler auf seine Homepagen aufgerufen 21. Mai 2022 steht das Haus Erna in den 1930er Jahren eine Alpine Rettungstelle war http://gastein-im-bild.info/doku/dbild/dko176e.html
[3] Persönliches Gespräch mit Altenhuber 2024 dazu Artikel/ Interview von Dez. 2018 mit Hermann Altenhuber https://salzburg.orf.at/v2/news/stories/2955298/ und https://mapcarta.com/de/N9984763781 aufgerufen 24. Feb 2023
[4] Persönliche Erzählung von Inge Schneeberger als Patientin bei Dr. Kindermann. Dazu Info Betreff die neue Ordination von Christa Glawitsch und Hermann Altenhuber auch Haus Seidl. Persönlicher Kontakt als Immobilienmakler mit Dr. Johannes Meran im Jahr 2017 Betreff die Ordinationslokal



