Böcksteiner Bundesstraße 13
Baumeister Franzmaier - Untere Bauhof, Grübler

Franzmaier Untere Bauhof
Hier, an der Böcksteiner Bundesstraße 13, befand sich der ehemalige untere Bauhof der Firma Franzmair, der für Material und Maschinen genutzt wurde. Franzmair betrieb zudem einen oberen Bauhof an der Palfnerstraße 4, oberhalb der Eisenbahn. Beide Standorte waren durch einen Tunnel unter der Eisenbahn miteinander verbunden.
Baumeister Franzmair: Der Historiker Dr. Laurenz Krisch, gebürtiger Bad Gasteiner, hat eine informative Publikation über das Leben und Wirken des Baumeisters Franz Xaver Franzmair (*1901 †1988) in Bad Gastein veröffentlicht. Diese empfehlenswerte Publikation enthält historische Fotos rund um die Firma und die Familie Franzmair und ist sowohl im Museum Gastein vor Ort als auch über die Website des Museums käuflich zu erwerben.
In seinem Buch beschreibt Dr. Krisch, wie er durch mühevolle Kleinarbeit Landes- und Museumsarchive, Bezirksgerichte und Bauarchive durchforstete, um die Geschichte der Familie Franzmair umfassend zu dokumentieren.[1]
Franz Xaver Franzmair (*1901 † 1988) stammte aus einer Baumeisterfamilie in Vöcklabruck, Oberösterreich.
Im Heft von Dr Krisch und auf SN Wiki ist wie folgt nach zulesen:
"Franzmair verbrachte seine Kindheit in Vöcklabruck, wo er die Volks- und Knabenbürgerschule besuchte. 1920 legte er die Reifeprüfung an der Staatsgewerbeschule in der Stadt Salzburg ab und schloss im Anschluss daran eine Maurerlehre ab. Seine erste Anstellung erhielt er als Bauwerksführer bei der Filiale des Wiener Baumeisters Josef Cwerczek und später als Werkbaumeister bei der Salzburger Mitterberger Kupfer AG. Nach der Baumeisterprüfung war er als Baumeister bei der Baufirma Rumpel in Bad Gastein tätig.
Nach Erhalt der Konzession zum Betrieb des Baumeister-Gewerbes mit Standort Bad Gastein machte er sich als Baumeister selbständig. Im Oktober 1926 gelang es Franzmair, den bei der Firma Rumpel beschäftigten Schwarzacher Bautechniker Alois Spiluttini abzuwerben und den Bautechniker Karl Huber als Salzburg zu gewinnen. Diese drei Personen sind als die eigentlichen Begründer der Firma Franzmair anzusehen.
Nach kleinem Beginn wuchs die Firma und war ab 1928 die größte Baufirma in der Stadt Salzburg. Franz Xaver Franzmair ist auch Ehrenbürger von Bad Gastein (1986)." [2]
(Anm. Die Baufirma Spiluttini besteht noch heute. 1931 übernahm Ing. Alois Spiluttini die Baufirma seines Vaters Ambros Spiluttini, gegründet 1906 von seinem Großvater ) [3]
Dr. Krisch berichtete, dass sich Franzmaiers erstes Baubüro 1926 im Ederansitz befand. Der Ederansitz, auch „Ederstall“ genannt, stand an der Schareckstraße/Ederplatz. Das Gebäude existiert heute nicht mehr.
Mehr Informationen zum Ederstall finden Sie unter „Schareckstraße Ederstall“. Das spätere Firmengebäude von Franzmaier befand sich in der heutigen Palfnerstraße 4, während sein privates Wohnhaus im „Lindenhof“ auf der heutigen Poserstraße 2 war. Die private Villa Franzmaier wurde in den 1930er Jahren gebaut. Die Schrift über Baumeister Franzmaier, erfasst von Dr. Krisch, können Sie im Gasteiner Museum Shop erwerben.
Sohn Paul Franzmaier (*1929 - †2006) und seine Frau Roswitha (*1939 †2007) wohnten im Landhaus Angerhof in Bad Hofgastein, Adresse Anger 67. Er war auch Baumeister und führte die Firma weiter. [4]
Tochter Uta Franzmaier (*1935 †2012) nannte sich Uta Franz war eine österreichische Schauspielerin.
"1953 gab sie in der italienisch-französischen Koproduktion Villa Borghese ihr Schauspieldebüt. Ein Jahr später stand sie für ihren zweiten Film Una Parigina a Roma neben Schauspiellegende Paul Hörbiger vor der Kamera. 1955 engagierte Ernst Marischka Uta Franz für die Rolle der Prinzessin Helene in Bayern in seiner Sissi-Trilogie. Obwohl Uta Franz in der Rolle als Sissis ältere Schwester Nene erfolgreich war, entschied sie sich gegen eine Filmkarriere und trat nach 1957 nie wieder als Schauspielerin in Erscheinung. Der dritte Teil der Sissi-Trilogie war ihr siebter und gleichzeitig ihr letzter Film." [5]
Firmengelände Grübler
Im Jahr 2002 wurde das Firmengelände um den ehemaligen unteren Bauhof der Firma Franzmair von der Firma Grübler erworben und beherbergt heute ein Gebäude mit Garagenboxen für größere Fahrzeuge wie Reisebusse und Lastautos. Oben im Haus befinden sich Mietwohnungen mit großen Terrassen.[6]
Fußnoten/Quellen:
[1] Erzählungen von Hermann Schneeberger, sein Vater Walter war lange Zeit bei Franzmaier angestellt. Info von Grübler Christine.
[2] https://www.sn.at/wiki/Franz_Xaver_Franzmair sowie Publikation "Der Baumeister Franz Xaver und seine Architekten" von Dr. Laurenz Krisch
[3] Homepage aufgerufen Mai 2024 https://spiluttini.at/geschichte/
[4] persönliche Begegnung mit Paul Franzmair, Habe ihm mehrmals vor Ort mit dem Taxi dort abgeholt.
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Uta_Franz
[6] Persönliche Beobachtung vor Ort





