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Jäger & Bundesforster Jägerhaus Bartl, Eckschlager, Toferer sowie die Pflanzenschule

Köstchachtal 36, 38, 41 und 47


Pflanzenschule & Jäger Leo Bartl

Die Pflanzen- bzw. Baumschule gehörte den Bundesforsten und befand sich laut älteren Kötschachtalern dort, wo Hans Gold heute seine Schnitzwerkstatt hat, also auf dem Grundstück Kötschachtal 41.

Es wurden Nadelbäume wie Fichten, Tannen, Lärchen und Zirben gezogen und anschließend im Kötschachtal und auf den Bergen ausgepflanzt. Bundesförster arbeiteten für die staatliche Forstverwaltung und betreuten ausgedehnte Wald- und Naturflächen des Bundes. Zuständig war Jäger Leo Bartl. Bartl wohnte in dem Haus, das „Jägerhaus vom Grünen Baum“ genannt wurde, Nr. 47, bis er in den 1950er-Jahren ein privates Wohnhaus, Nr. 36, baute. [1]

Früher wurden Forstpflanzen tatsächlich dezentral in sehr vielen kleinen Pflanzgärten und sogenannten „Saatkämpen“ gezogen. Die Bundesforste schreiben, dass sie 1966 noch rund 270 Pflanzgärten und Saatkämpe betrieben. Der Grund war, die Jungpflanzen möglichst nahe am späteren Aufforstungsort zu produzieren. Lange Transporte sollten vermieden werden, weil die empfindlichen Pflanzen und besonders ihre Wurzeln dabei geschädigt werden konnten. Manche dieser Saatkämpe lagen sogar in höheren Seehöhen. [2]


Heute funktioniert das wesentlich zentraler. Für Salzburg gibt es beispielsweise den Forstgarten Salzburg in Werfen, Eishöhlenstraße 4. Dort werden Forstpflanzen produziert bzw. bereitgestellt. Die Pflanzen können nach Vorbestellung auch zu regionalen Abgabestellen geliefert werden. Kühlhäuser ermöglichen zudem eine längere fachgerechte Lagerung – einer der Gründe, warum nicht mehr bei jedem Forstrevier eine eigene kleine Pflanzschule notwendig ist. Auch 2026 läuft die Versorgung der Salzburger Waldbesitzer entsprechend organisiert. Dabei wird heute besonders auf eine standortangepasste Herkunft der Pflanzen geachtet. [3]

Das Grundstück Nr. 41 hat Johann Gold um das Jahr 2010 von den Bundesforsten gekauft. Er hat dort einen Stall und eine Schnitzwerkstatt errichtet. [4]

Das Förster- und Jägerhaus – Kötschachtal 47

Das Gebiet im Kötschachtal war immer der Jagd gewidmet, und das Haus Nr. 47 wurde lange Zeit von Berufsjägern im Kötschachtal bewohnt. Leo Bartl, Franz Eckschlager und Gerhard Toferer haben alle als Berufsjäger in diesem Haus gewohnt.

Heute wird das ehemalige Förster- und Jägerhaus an Touristen vermietet. Der Vermieter schreibt wie folgt:

„Der wohl schönste Platz im Kötschachtal - gelegen direkt in Mitten des Nationalpark Hohe Tauern! Das Haus war noch bis 2012 das Förster- und Jägerhaus des Kötschachtals. Danach wurde es zwei Jahre lang sehr liebevoll renoviert und bietet nun zwei einzigartige Ferienwohnungen für Naturliebhaber. Das Flüstern der beiden Wasserfälle in der Nähe der Apartments garantiert einen besonders erholsamen Schlaf.“ [5]


Bundesforste & Jäger Franz Eckschlager

Franz Eckschlager (*1907 †1996) war der Nachfolger von Leo Bartl. Franz ist auf der Fuchsfarm, weit drinnen im Kötschachtal, aufgewachsen und hat erzählt, dass er als Kind nach dem Lawinenunglück beim Ölbrennergut 1951 über die großen Schneemassen klettern musste, wenn er zur Schule ging.

Franz heiratete Katharina (*1918 †2006). Sie wohnten zuerst ebenfalls im Jägerhäusel Nr. 47 und zogen später in das Haus Nr. 38. Später übernahm sein Sohn Franz jun. die Tätigkeit als Bundesförster und Oberjäger. Mir wurde erzählt, dass Franz junior später beruflich ins Angertal versetzt wurde. [6]


Jäger Gerhard Toferer

Derzeit (2026) ist Gerhard Toferer Ortsjägermeister. Er ist auch der letzte Jäger, der beruflich im Jägerhaus Grüner Baum gewohnt hat. Gerhard Toferer baute später weiter draußen an der Kötschachtaler Straße ein privates Wohnhaus. [7]

Fußnoten / Quellen

[1] Heidi Pfeiffenberger. Ihre Mutter Hanni Moises erzählte über die Pflanzenschule. Hannis Eltern, Liesl und Hans, kamen aus Rauris nach Gastein, um als Magd und Holzknecht beim Brandlgut zu arbeiten. Später waren sie in der Pflanzenschule im Kötschachtal beschäftigt und wohnten beim Metzgerlehen. Hanni Moises erzählte außerdem über den Jäger Leo Bartl. Persönliches Gespräch, August 2026.

[2] https://www.zobodat.at/pdf/Oesterr-Bundesforste-div-Publikationen_1_0001.pdf?utm_source=chatgpt.com

Ergänzend dazu: https://forstgarten.at/

[3] https://sbg.lko.at/jetzt-forstpflanzen-bestellen%2B2400%2B4369580?utm_source=chatgpt.com

Aufgerufen im September 2026.

[4] Persönliches Gespräch mit Hans Gold, September 2026.

[5] Hanni Moises und Willy Schlesinger sind im Kötschachtal aufgewachsen. Willy Schlesinger erzählte über die Jäger Leo Bartl und Franz Eckschlager. Persönliches Gespräch, September 2026. Persönliches Gespräch mit Hans Gold über die Jäger und die Grundstücke im Kötschachtal. Hans Gold erzählte auch, dass Franz Eckschlager sen. von seiner Kindheit auf der Fuchsfarm berichtet hatte.

http://www.forsthaus-malerwinkel.at/de/

[6] Ich habe als Taxifahrerin mehrmals Gäste zu diesem Haus gebracht. Ergänzend dazu die Homepage der Ferienvermietung, aufgerufen im September 2026.

[7] Informationen zu Gerhard Toferer:

https://www.sbg-jaegerschaft.at/fileadmin/user_upload/Hegemeister_und_Stellvertreter_11_2025.pdf

Ergänzend dazu: persönliches Gespräch mit Hans Gold, September 2026, sowie eigene Beobachtungen.

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