top of page

Fiaker Pucher, Taxi Herzog, Taxi Domanig, Taxi Salchegger, Taxi Bendedikter

Ignaz Pucher, Sepp Herzog, Engelbert Domanig ,Otto Salchegger & Bendedikter


Fiaker Puchner

Ignaz Pucher (*1901 †1959) war Fiaker. Nach dem Zweiten Weltkrieg kauften er und seine Frau Ida (*1890 †1971) einen Baugrund gleich unterhalb der Bundesstraße und erbauten ein kleines Haus (heute Gasteiner Bundesstraße 24). Ida war die ehemalige Wirtin des Deutschen Cafés.

Daneben errichteten sie Stallungen für die Pferde. Noch vor 1950 waren sie aufgrund der wirtschaftlichen Lage gezwungen, das Wohnhaus Nr. 24 zu verkaufen. Herr Pucher hatte die Fiakerei inzwischen ebenfalls aufgegeben, da sie nicht mehr rentabel war. Die Konzession übernahm Josef Herzog, der sie in eine Taxikonzession umwandelte.


Taxi Herzog

Josef Herzog (*1909 † 1991) war 1950 – 1985 als Taxiunternehmer aktiv. 

Sepp Herzog hatte sein Haus und Garage auf der Remsacherstrasse 4. Schon sein Vater Peter Herzog war laut Register Autounternehmen, ein Firma welches schon vor dem Krieg eingetragen war.

Sepp war Stellvertretende Kammerrat bei der Wirtschaftaskammer in den 1950er Jahren. [1]


Taxi Domanig

Engelbert Domanig (*1904 †1977) wurde in Böckstein geboren. Als gelernter Schlosser und Elektriker war er immer schon von Technik begeistert und entsprechend geschickt. 1925 machte er seinen Führerschein und war u. a. mit seinem Motorrad als Lieferant tätig, z. B. bei der Bäckerei Schurk. 1929 konnte er in Wien die Prüfung für den Taxischein erfolgreich ablegen.

Nach einiger Zeit als Taxilenker erhielt er bereits 1929 seine Konzession und eröffnete in Bad Gastein sein eigenes Gewerbe „Taxi Domanig“, das er mit viel Leidenschaft und prächtigen Automobilen (z. B. Austro-Daimler, Horch, Oldsmobile) bis Ende der 1960er-Jahre erfolgreich führte.

Seine Frau musste das Taxitelefon zu Hause betreuen, wenn Engelbert unterwegs war. Seine Tochter Traudl erzählte mir, dass auch eine Glocke am Balkon installiert wurde, damit ihre Mutter das Telefon hörte, wenn sie im Garten vor dem Haus war.

Engelbert Domanig musste beide Weltkriege miterleben und erlebte sowohl harte als auch schöne Zeiten. Autos waren seinerzeit noch eine Rarität. Taxi Domanig bot neben den Taxifahrten im Gasteinertal auch Ausflugsfahrten an, z. B. nach Zell am See oder auf die Großglocknerstraße. Diese waren sehr beliebt, jedoch eher wohlhabenden Personen vorbehalten. Ende der 1960er-Jahre ging er in Pension, und 1977 verstarb er.

Die Tochter Traudl Domanig war langjährige Chef-Rezeptionistin im Hotel Salzburger Hof. Der Enkel Horst Domanig ist ein erfolgreicher Ski- und Golflehrer. Mehr über Horst und seine Firma lesen Sie am Standort Kaiser-Franz-Josefs-Straße 19, wo er sein Büro hatte. [2]


Taxi Salchegger

Otto Salchegger, Hier wissen wir noch nicht so viel jedoch das seine Frau Elli aus Berlin kam, sie betrieb eine Weile "das deutsche Café". Mehr zur Café - Siehe Standort "Gasteiner Bundesstraße vom Bertahof bis zum Mozartplatz hoch". Otto fuhr unter der Telefonnummer 2121. [3]

 

Es gab auch vor dem Krieg zusätzlich im Ort, laut der Herolds Telefonbuch von 1937

Autotaxi-Unternehmung Benedikter,[4]

 


Fußnoten/ Quellen:

[1] Erzählungen von Frau Herzog durch Magret Mitterhofer im März 2021 , dazu Einträge im Compas 1961 Handel Österreich www.zedhia.at. Erzählungen von EInheimischen.

[2] Persönliches Gespräch mit Traudl Domanig in April 2021 und Text von Gerhard Michel www.gasteinertal.com der auch mit Traudl und Horst Domanig kurz nach mir sprach

[3] Hermann Schneeberger hätte die Taxikonzession von Salchegger bekommen sollen und hat mir alles erzählt. Dazu habe ich Anfang der 1990er Jahren Frau Salchegger öfters persönlich getroffen.

[4] https://www.findbuch.at/files/content/adressbuecher/1937_bsoe_sbg_tb/6__Uebrige_Fernsprechnetze.pdf

bottom of page