Portier am Bhf _ Gepäckträger

Herr Bliem
Portier am Bahnhof - Gepäckträger
Der Gepäckträger/Portier am Bahnhof war von den 1940ern bis in die 1980er-Jahre ein unverzichtbarer Serviceberuf für Reisende ohne technische Hilfsmittel. Er trug buchstäblich die Last der Reisenden, war Auskunftgeber und Mittler zu Taxi und Hotel. Mit dem Aufkommen von Rollkoffern und neuen Bahnhofsstrukturen verschwand der Beruf fast völlig.
Ein von die letzten am Bahnhof Bad Gastein war Herr Bliem.
(Hier hätte ich gerne Text von Herr Bliem wenn wer diese Vermitteln kann bitte)
Aufgaben und Tätigkeiten
Tragen & Transportieren von Gepäck: Koffer, Reisetaschen, manchmal sperrige Gegenstände wie Skier oder Musikinstrumente.
Bereitstellen von Gepäckkarren: Viele Bahnhöfe hatten spezielle Handkarren oder später kleinere Gepäckwagen, die vom Portier geschoben wurden.
Begleitung der Reisenden: Vom Bahnsteig zum Zug, ins Wartesaal, ins Taxi oder zum Hotel.
Service & Orientierung: Gepäckträger gaben Auskünfte, halfen beim Einsteigen in die Waggons und kannten die Zugfahrpläne oft auswendig.
Zusatzdienste: An größeren Bahnhöfen (z. B. Salzburg, Wien, München) arbeiteten sie eng mit Taxis, Hotels oder Fiakern zusammen – oft übernahmen sie auch Botendienste.
Arbeitsumfeld
Uniform: Meist einfache, dunkelblaue oder schwarze Dienstkleidung mit Mütze, manchmal mit einer Nummer oder einem Emblem des Bahnhofs.
Kennzeichnung: Ein Abzeichen „Gepäckträger“ oder „Portier“ war Pflicht, damit Reisende die Dienstleistung als offiziell anerkannt sahen.
Lohn: Es gab ein Grundgehalt (bei Bahnangestellten), aber der wesentliche Teil war das Trinkgeld. Daher hing die Einnahme stark vom Reiseaufkommen und der Großzügigkeit der Fahrgäste ab.
Hierarchie: Manche waren direkt bei der Bahn angestellt, andere arbeiteten selbstständig mit einer Art Konzession (ähnlich wie Fiaker oder Taxler).
Zeittypische Besonderheiten
1940er Jahre (Kriegszeit und Nachkriegszeit)
Weniger Reisen, zerstörte Bahnhöfe, viele Flüchtlinge und Soldaten. Gepäckträger waren wichtige Helfer beim chaotischen Bahnverkehr.
Oft mussten Lebensmittel- oder Care-Pakete, manchmal auch Möbelstücke bewegt werden.
1950er–1960er Jahre (Wirtschaftswunder)
Stark zunehmender Tourismus (z. B. in Salzburg oder Bad Gastein). Gepäckträger trugen Koffer der Kurgäste oder Touristen bis in die wartenden Taxis oder direkt ins Hotel.
Viele Gäste reisten mit schweren Lederkoffern – noch keine Rollkoffer.
1970er–1980er Jahre
Erste Modernisierung: Gepäckschließfächer, Bahnhofshelfer mit kleinen Elektrowagen.
Langsamer Rückgang des Berufs, da Rollkoffer und verbesserte Gepäckwagen die Nachfrage reduzierten.
Viele Bahnhöfe strichen Stellen oder gaben den Beruf ganz auf.
Gesellschaftliches Bild
Der Gepäckträger galt als hilfsbereiter Dienstmann, oft eine vertraute Figur am Bahnhof.
In Kur- und Tourismusorten (wie Bad Gastein, Semmering, Meran) war er Bindeglied zwischen Bahn und Hotel – manchmal mit direkter Anbindung an Taxiunternehmer oder Hotelportiers.
Für Reisende mit Status (z. B. Offiziere, Geschäftsleute, reiche Touristen) war es selbstverständlich, dass das Gepäck nicht selbst getragen wurde.
Quellen: Übersicht mit OpenChat GPT erstellt.
Bundeswettbewerbsbehörde (2021): Branchenuntersuchung Taxi- und Mietwagenmarkt – eine Bestandsaufnahme. Wien.
Österreichische Nationalbibliothek – Bildarchiv, Fotos von Bahnhöfen und Gepäckträgern (1940er–1970er Jahre).
Zeitzeugenberichte und regionale Presseartikel (z. B. Salzburger Nachrichten, diverse Jahrgänge).