Taxi Pfeffer, Taxi Moser, Taxi & Bus Lackner

Peter Pfeffer, Herr Moser, Gabriele und Sepp Lackner, Heini und Michi Lackner
Taxi Pfeffer & Taxi Moser
Peter Pfeffer baute und wohnte in der Eder-Villa neben dem Ederstall, erzählte mir Christa Glawitsch, geborene Pfeffer, über ihren Großvater. Er fuhr z. B. der Heilstollen Linie zum Hotel Rader in Altböckstein.
Christa hat freundlicherweise Fotos und Informationen zur Verfügung gestellt.
Herr Moser, wohnhaft in der Hauptschulstraße, übernahm seine Taxikonzession von Peter Pfeffer. Das dürfte um 1940-1950er Jahren gewesen sein. Früher war das Taxigewerbe streng reguliert – auch hinsichtlich der Anzahl der Konzessionen im Ort. Deshalb mussten neue Unternehmer oft eine Ablöse oder eine Leibrente an den Vorgänger zahlen.
Erst Mitte der 1980er Jahre wurde diese Beschränkung aufgehoben. Von da an konnte jeder – unabhängig davon, wie viele Unternehmer es bereits im Ort gab – mit den entsprechenden Voraussetzungen, wie einer bestandenen Konzessionsprüfung, ein Taxiunternehmen gründen. Bitte senden Sie Information, wenn Sie mehr über Herrn Moser erzählen können. [1]
Taxi & Bus Lackner
Josef „Sepp“ Lackner (*1897 – †1966) kam nach dem Ersten Weltkrieg aus Pfarrwerfen nach Bad Gastein, um hier als Mechaniker und Chauffeur bei Baumeister Hugo Dick zu arbeiten, berichtet Ilse Möschl in einem Artikel über Gasteiner Traditionsbetriebe, der in der Zeitschrift „Kultur Passiert“ erschienen ist.
Hugo Dicks Sohn erzählte mir, dass Lackner später auch die Personenbeförderungskonzession von Hugo Dick übernahm.
Bereits im Jahr 1927 gründete Sepp Lackner eine sogenannte Taxilinie. Anfangs handelte es sich um einen öffentlichen Verkehrsdienst in Form einer Art Taxi-Service, der Autos mit Platz für nur wenige Gäste umfasste. Mit der Zeit kamen auch Busse für den öffentlichen Nahverkehr hinzu. Im Jahr 1933 erhielt er die Lizenz für den periodischen Personenverkehr.
Die erste Busstrecke führte vom Bahnhof zur damaligen Wandelhalle in der Nähe des Wasserfalls und zurück. Im Jahr 1949 wurde die Buslinie vom Kurhaus Badehospiz (Badbergstraße 1) bis zum Heilstollen erweitert. Die Linie endete etwas unterhalb des Heilstollens, in der Nähe des Ausflugslokals Alraune, kurz nach dem Hotel Evianquelle, auf dem heutigen Nassfeldweg 2. Die Gäste hatten von dort die Möglichkeit, entweder mit dem Pferdefuhrwerk zu fahren oder zu Fuß zu gehen.
Sepp Lackner heiratete Gabriele und 1929 wurde Sohn Heinrich geboren. Sepp Lackner war in den 1960er Jahren auch stellvertreten-der Obmann der Kammer Sektion Verkehr bei der Wirtschaftskammer in Salzburg. Der erste Standort seines Transportunternehmens befand sich im Ederstall. Der Ederstall stand ungefähr auf dem Gelände des heutigen Lackner-Bürohauses und des benachbarten Hotel Simader. Im Jänner 1963 wurde dieses Gebäude jedoch durch ein Feuer komplett zerstört. Nach dem Brand wurde auf dem heutigen Grundstück Schareckstraße 12 ein neues Wohn- und Geschäftshaus mit Garagen errichtet. Im Jahr 1966 verstarb der Firmengründer Sepp Lackner im Alter von nur 69 Jahren, und die Firma wurde von seinem Sohn Heinrich Lackner sen. (*1929 †2019) übernommen.
Heinrich Lackner sen. (*1929 †2019) hatte ursprünglich eine Lehre bei den Steyrer-Werken in Steyr begonnen, jedoch aufgrund der Kriegswirren musste er seinen Lehrabschluss stattdessen bei der KFZ-Werkstätte Hermann Magerle in Bad Gastein absolvieren. Heinrich heiratete 1951 Gabriele Eibl-Eibesfeldt (†2013) aus Klosterneuburg, und gemeinsam erweiterten sie das Unternehmen. Unter ihrer Leitung bot die Firma nicht nur Linienbusverkehr an, sondern auch Reisebusse für Gruppen und Reisebüros. Während im restlichen Land die Post für den öffentlichen Verkehr zuständig ist, hält die Firma Lackner noch ihre Position mit Linienbussen im Gasteinertal. Aus der Ehe von Heinrich und Gabriele gingen zwei Kinder hervor, Elma (*1951) und Heinrich jun. (*1953).
Gabriele und Heinrich Lackner Sen und Jun. betrieb die Taxiteil bis in den 1990er Jahren noch aktiv dann eher nur Reisebus- und Linienbusvertrieb.
Heinrich Lackner jun. (*1953).
Im Jahr 2003 übernahm die dritte Generation, Heinrich und Veronika Lackner, die Geschäftsführung.
Durch die zunehmende Zahl skandinavischer Gäste und die schwedisch geführten Hotels rund um das Hotel Salzburger Hof (Grillparzerstraße) wurde das in Göteborg ansässige Reisebüro STS Alpresor zum wichtigsten Kunden des Unternehmens. Für STS Alpresor führt die Firma Lackner seit vielen Jahren zahlreiche Flughafentransfers nach Salzburg und München sowie Ortfahrten durch.
Darüber hinaus bietet Lackner seit Jahren für einheimische Gruppen sowohl Tages- als auch Mehrtagesfahrten an.
Heini und Vroni haben zwei Söhne, Michael und Heinrich (der dritte „Heini“ in der Familie). Michael hat die Busfirma übernommen, während Heinrich sich der Gastronomie zuwandte – unter anderem mit der Häggis Bar und dem Mex Tex Restaurant.
Michael Lackner
Die vierte Generation führt das Unternehmen auch heute (2025) weiter.Michi ist mit der ehemaligen Reiseleiterin und Wanderführerin Rita aus Finnland verheiratet und hat mit ihr zwei Töchter.[2]
Quellen:
[1] Christa Glawitsch geb Pfeffer erzählt das Moser die Konzession von ihr Grossvater bekam. [2] Artikel in Kultur Passiert von Ilse Möschl. Persönliche Beobachtung und Kontakt mit Familie Lackner durch der Jahren.




